Sanssouci

Neues Palais und die Kolonnaden

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Nebengebäude

Neues-Palais-Sanssouci
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Hofgärtnerhaus

Die Westfassade der Communs-Nord ist gerade frisch renoviert. Der Anbau links davon noch nicht.

Beide Communs und die anderen Gebäude werden von der Universität Potsdam genutzt.

In der DDR wurde nur sehr wenig an den Gebäuden gemacht. So war es ein Schock Anfang der 90er, dass das Mauerwerk der Communs-Süd an der südwestlichen Ecke durch Regenwasser zerstört war nur weil keiner über Jahrzehnte die Regenrinne repariert hat.

Gerade rüber, im schönen ehemaligen Marstall war ein Teil der Telekommunikation der Uni untergebracht, seinerzeit vom Autor geplant.

Symmetrisch zu den Gebäuden des Marstall im Südwesten der Communs ist hier im Nordwesten u. a. jetzt die Mensa der Uni untergebracht.

Beide Gebäudekomplexe sind in ihrer Schlichtheit und den wunderschönen Proportionen eine Augenweide.

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Früher Maimorgen anno 2010

Die Kolonnaden

Kolonnaden-Neues-Palais-Sanssouci

Nie für möglich gehalten, aber die Kolonnaden sind seit dem 2. Weltkrieg mal wieder ohne Absperrung und Gerüst (Nov. 2014).

Friedrich II. ließ in der Rekordbauzeit zwischen 1763 und 1769 das prachtvolle Säulenhalbrund mit dem Triumphtor in nur 6 Jahren zwischen den beiden Communs (französisch für Wirtschaftsgebäude, s. o.) errichten.

Grund waren die Erfolge Preußens, England und Portugals im Siebejährigen Krieg (1756-1763) gegen Österreich, Russland, Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich. Ein Triumphbogen sollte von der aufstrebenden Macht Preußens künden.

Die ersten Entwürfe zeichnete der Franzose Le Geay. Die gefielen dem König aber nicht und kurz vor Baubeginn musste Carl von Gontard die Pläne überarbeiten. Le Geay setzte sich daraufhin beleidigt nach England ab.

Der Entwurf

Das Bauwerk

Die Restaurierung

Abstrahlen mit feinstem Glaspudermehl, Beseitigen von Versalzungen mittels viel Wasser und Kompressen aus Zellstoff, Ton und Quarz. Zwei im Krieg zerstörte wurden anhand von Resten aus Sandstein geschlagen. 1,2 Millionen hat die Restaurierung insgesamt gekostet. .

Nach dem Kriege nutzten die Brandenburgische Landeshochschule, später die Pädagogische Hochschule und heute die Universität Potsdam die repräsentativen Gebäude.

Masterplan sieht Investitionen bis 2017 in Höhe von 155 Millionen Euro vor.

Kolonnaden-Neues-Palais-Sanssouci
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Die Grundplatten der halbkreisförmigen Säulengänge liegen einen Meter über dem Platz der sich zwischen dem Neuen Palais und den Communs erstreckt. Er nennt sich "die Mopke", ein ungewöhnliches Wort, das die Holländer mitgebracht haben. Es ist ein mit Ziegelstein gepflasterter Fest- und Exerzierplatz.

Der Kolonnadenbogen hat 158 Säulen. Der Triumphbögen ist 24 Meter hoch, die Kartusche misst 2,50 Meter. 62 feinzisilierte Figuren aus Sandstein krönen den Bau. Die beiden Kolonnadenbögen endet jeweils in einem Pavillonbauten


Communs, Seite 6a

Bildergalerie, Seite 7

Kolonnaden-Neues-Palais-Sanssouci
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Die Mopke

Mopke-Neues-Palais-Sanssouci
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Die Mopke, das ist der große freie Platz zwischen dem Neuen Palais und den Kolonnaden. Hier fanden die Feste und Paraden des Hofes statt und er soll nach Abschluss aller Renovierungsarbeiten wieder zu einem zentralen Festplatz werden. Das ist in einem "Masterplan zur Rettung der Bau- und Gartendenkmale des Welterbes" verankert.

Die Mopke wurde 1763 angelegt. Gelbe Klinker, hochkant verlegt, sind seitdem nicht verändert worden und der Platz muss grundlegend saniert werden. Danach soll es so eine Art zentraler Festplatz werden, so wie das König Friedrich Wilhelm IV. 1829 für seine Schwester Alexandra Feodorowna und ihrem Gemahl Zar Nikolaus I. ausrichten lies als diese Preußen besuchten: Das Fest der Weißen Rose.

In der Kaiserzeit lud hier das Lehr-Infanteriebataillon jedes Jahr an Pfingsten zu einem "Schrippenfest" ein. Die Bundeswehr setzt diese Tradition heute immer noch fort, aber in ihren Kasernen.

Nie für möglich gehalten, aber die Kolonnaden sind seit dem 2. Weltkrieg mal wieder ohne Absperrung und Gerüst (Nov. 2014).

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