Handbuch der Malediven

Seite 97

Fische der Malediven

Ordnung der Kugelfischartigen - Tetraodontiformes

Familie Mondfische - Molidae




Igelfische Seite 96

Knorpelfische, Haie Seite 99

Mondfische Molidae

Na ja, zugegeben: Auf dieser Seite wird kräftig geschummelt. Nie hat der Autor einen dieser skurrilsten Lebewesen der Erde im freien Wasser gesehen. Es könnte aber doch sein, oder?

So müssen die Aufnahmen aus dem schönsten Aquariumbecken weltweit aus Lissabon am Expogelände herhalten (Ocenário de Lisboa). Die Chance, einen dieser mit den Strömungen der warmen Meere knapp unter der Oberfläche dahintreibenden Riesen von 2 bis über 3 Meter Länge und dann 2,3 t Gewicht zu sehen. werden immer geringer.

Früher, erzählte mal ein maledivischer Fische in Male in breitem Pidgin English - er war wie viele Malediver auf wahren Seelenverkäufern viele Jahre zur See gefahren - waren die Mondfische zwischen den Atollen häufig. Jetzt würden sie alle mit den kilometerlangen, reißfesten Fischnetzen als Beifang rausgeholt und tot wieder ins Meer geschmissen.

Deutsch

Latein

Englisch

Französisch

Japanisch

Dhiveli

Ord.

Kugelfischartige

Tetraodontiformes

Puffers and Filefishes

Fam.

Mondfische

Moliidae

Molas or Ocean Sunfishes

Gat.

Mola

Mola

Mola

.

.

.

Art

Mondfisch

Mola mola

Ocean sunfish

Poisson lune

Manbô

?

Weltweit: 1Arten, hier beschrieben: 1 Arten mit 3 Fotos, im Archiv: 4 Fotos

Mondfisch Mola mola (Linnaeus, 1758)

E: Ocean sunfish , F: Poisson lune, J: Manbô, D: ?

Malediven-Mola-mola

Größe: 150 cm                                         Seeaquarium Lissabon, 2003

Ein wirklich in jeder Hinsicht seltsamer Fisch. Es ist der Größe aller Knochenfische. Sein Körper ist so lang wie hoch. Er wiegt bis 2,3 Tonnen und wird bis 3,30 m lang. Er hat mit 7,5 cm die dickste Haut und die Weibchen legen bis 300 Millionen Eier - die höchste Anzahl aller Fische. Nur der Mondfisch hat an Stelle einer Schwanzflosse einen Kranz, Clavus genannt. Den Vortrieb erzeugen aber die syncron geschlagen großen Flossen..

Sein Lebensraum ist das offene Meer. Er kommt praktisch in allen Meeren vor, ist in der Nordsee und im Kattegat genauso zu finden wir im Pazifik vor Chiles Küste. Er taucht tiefer auf 400 m.

Sein kleines Maul steht ständig offen. Der riesige Fisch lebt von allem was er an der Meeresoberfläche antrifft. Quallen, Salpen, Fischlaich, Plankton, Kraken, Flügelschnecken, alles gehört zum Speiseplan.

Mal schwimmt er senkrecht. Dann kann seine steife, nicht anlegbare Rückenflosse wie bei einem Hai im flachen Wasser herausragen. Oft lässt er sich aber flach an der Oberfläche treiben und man sagt, er sonnt sich dann, tankt Wärme. Der Mondfisch hat keine Schwimmblase.

Seinen lateinischen Namen Mola mola hat er vom Wort mola für Mühlstein.

Mondfisch Mola mola (Linnaeus, 1758)

Malediven-Mola-mola
Malediven-Mola-mola

Größe: 150 cm                                        Seeaquarium Lissabon, 2003

Größe: 150 cm                                            Seeaquarium Lissabon, 2003