Handbuch der Malediven

Seite 72

Fische der Malediven

Ordnung der Barschartigen - Perciformes


Teil 1





Familie: Papageifische - Scaridae

Größe: 120 cm, Tiefe: 12 m             Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 1998

Büffelkopf-Papageifisch

Bolbometopon muricatum (Valenciennes, 1840)

Malediven-Bolbometopon-muricatum

Büffelkopf - Papageifisch Bolbometopon muricatum (Valenciennes, 1840)

E: Green humphead parrotfish , F: Perroquet bossu vert, J: Kanmuribudai, D: Landaa

Mit 120 cm ist es die größte Papageifischart. Die Gattung Bolbometopon besteht nur aus dieser einen Art. Die mächtigen Tiere sind durch den oft stark angeschrammten Buckel auf der Stirn unverkennbar.

Der Buckel fängt an zu wachsen wenn die Tiere so um die 20 cm groß sind. Mit dieser dicken Stirn rammen sie in die Korallen und brechen sie ab um sie dann mit vernehmlichen knacken zu zermalmen.

Sie sind immer selten zu sehen gewesen. Nur am Außenriff und hin und wieder am Anleger von Kuredu von all den Touristeninseln der Malediven schwammen sie herum. Ob sie das Korallensterben 1998 überlebt haben, ist mehr als fraglich.

Junge Fische sind grau und haben weiße Flecken auf den Seiten. Sie schwimmen paarweise oder in kleinen Schulen zu 4 oder 5 Fischen herum, meist unterhalb von 5 Meter. Zum Schlafen legen sich die Büffelkopf-Papageifische einfach auf den Boden.

Ihr Größe alleine schützt sie. Ihre Fluchtdistanz ist gering. Von Tauchern und Schnorchlern ließen sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie tauchen bis auf 50 Meter ab, bis zur Grenze des Korallenwachstums.

Sieht man sie zum ersten Male, verwechselt man sie garantiert mit einem Napoleon, dem sie ja in Form und Farbe aus der Ferne sehr ähnlich sehen. Trotzdem. Irgendwie urig die Kerle!

Vorkommen: Indischer und Pazifischer Ozean, Rotes Meer.

Kapitänpapageifisch Chlorurus enneacanthus (Lacepède, 1802)

E: Captain parrotfish , F: Perroquet capitaine, J: Malediv kumanomi, D: Maagandu mas

Kapitänpapageifisch Chlorurus enneacanthus (Lacepède, 1802)

Lippfische Seite 71

Papageifische Seite 73

Papageifische Scaridae

Ihren Namen haben die Papageifische von dem schnabelartig gewachsenen Kiefer, der dem Papageienschnabel in Form und Funktion sehr ähnlich ist. Desgleichen erinnern die bunten Farben an die Vögel, denn auch bei den Fischen dominiert die Farbe Grün.

Alle Papageifische haben eine durchgehende Rückenflosse. Die Familie der Scaridae wurde 1994 von D. R. Bellwood einer Revision unterzogen. Wurde sie bis dahin in 2 Unterfamilien gegliedert: den Sparisomatinae mit 5 Gattungen (sie haben unregelmäßig durcheinander stehende runde Zähne) und den Scarinae mit 4 Gattungen, von denen eine alleine (Scarus) 50 Arten umfasste, werden sie jetzt in 10 gleichwertige Gattungen eingeteilt. War bisher mehr das Äußere maßgebend, bestimmt jetzt der Knochenbauplan der Papageifische die Einteilungen der Gattungen. Als wichtigste Änderung übernimmt die neue Gattung Chlorurus 15 Arten der Gattung Scarus, die jetzt noch 45 Arten hat. Im westlichen Indischen Ozean, also hier um die Malediven, gibt es nach Fishbase 51 Arten dieser auffälligen Fische.

Was die Bestimmung der Papageifische so schwierig macht, sind die immer wieder wechselnden Farbkleider. Jungtiere haben andere Farben als die oft schreiend bunten Männchen und die dunklen, unscheinbaren, meist einfarbigen Weibchen. Die haben oft fast hässliche Farbtöne in stumpfen braun, braunrot oder grau. Geschlechtsumwandlungen ziehen ebenfalls einen Farbwechsel nach sich.

Größe: 50 cm, Tiefe: 2 m

Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995

Familie: Papageifische - Scaridae

Malediven-Papageifische

Die ersten Fotos kamen 1993 auf Ellaydhoo in den Kasten. Mit den damaligen Mitteln war dieser eindeutig doch zu den Scaridae gehörende Fisch nicht zu bestimmen. Die Fotos in allen Büchern waren und sind einfach zu schlecht. Sie zeigten nicht die Kreise der Zeichnungen am Kopf. Auch heute sind die Fotos z. B. auf Fishbay immer noch grottenschlecht (wenn die nicht so ablehnend dem Deutschen gegenüber wären, könnte man die Bilder ja hochladen!).

Die Art ist wirklich selten. Die Bilder oben wurden des Nachts am Riff gemacht. Ungefähr sechs der Fische klemmten sich im ca. 3 Meter Tiefe unter Korallen um dort zu schlafen. Sie ließen sich auch durch das Licht nicht vertreiben. 15 Jahre später am inzwischen abgestorbenen Riffdach von Embudu (Bilder unten) war diese Art wieder da, nur einen Tag lang.

Vorkommen: Von den Malediven und dem Chagos-Archipel bis zur ostafrikanischen Küste im westlichen Indischen Ozean.

Malediven-Bolbometopon-muricatum
Malediven-Bolbometopon-muricatum

Größe: 120 cm, Tiefe: 12 m       Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 1998

Malediven-Kapitaenpapageifisch
Malediven-Kapitaenpapageifisch

Nachts hüllen sich einige Arten auf dem Grund liegend in eine Röhre aus Schleim ein, die nur am Kopf- und Schwanzende eine Öffnung für das Atemwasser hat. Der Schleim wird von einer Drüse produziert und durch die Kiemenspalten mit dem Atemwasser über den Körper verteilt. Die Drüse arbeitet alle 12 Stunden und das auch bei Tieren in Aquarien die keinem Lichtwechsel unterzogen sind. Die Schleimumhüllung soll den eigenen Körpergeruch überdecken und sie so vor ihren nachts mit ausgezeichnetem Geruchssinn jagenden Feinden, den Muränen, schützen.

Bei großen Papageifischarten wurde noch eine andere Methode der nächtlichen Tarnung entdeckt. Am späten Nachmittag reiben sie sich in dichten Gorgonien an den Zweigen, um deren Geruch anzunehmen und ihren eigenen zu überdecken. Vielleicht schützt das aber nur gegen Parasiten. Der Schleim der Papageifische ist auf eine passive Art giftig, unterscheidet sich von jener Giftigkeit, die der aktiven Abwehr mittels Giftapparaten dient wie sie z.B. Stein- und Rotfeuerfische entwickelt haben. Durch Aufnahmen von Algen, Bakterien und Pilzen entsteht das Gift des Schleimes. Zwar wird keiner auf die Idee kommen, einen dieser mit Sand gefüllten Papageifischen zu essen - so dachte ich immer - aber ihre Feinde tun es. Sie sind gegen das Gift immun. Ihre ärgsten Feinde sind die Muränen aber auch Riffhaie, Zackenbarsche und Barrakuda jagen Papageifische und zumindest die beiden letzten essen wir ja durchaus. So kann es indirekt zur gefürchteten Fischvergiftung Ciguatera kommen.

Zweifarben - Papageifisch, maskulin,

Cetoscarus bicolor (Rüppell, 1828)

Ein Singapurpapageifisch Scarus prasiognatthus beim Abschaben von Algen

Zweifarben - Papageifisch Cetoscarus bicolor (Rüppell, 1829)

E: Bicolour parrotfish , F: Poisson-perroquet baleine, J: Irobudai, D: Mudhikey landaa

Malediven-Cetoscarus-bicolor

Es ist schon eigenartig mit den Papageifischen: da ist hier auf den Bildern die gesamte Familie der C. bicolor abgebildet, aber man wird sie nie zusammen sehen. Es sind absolute Einzelgänger und selbst die Jungfische schwimmen alleine herum. Drei grundverschiedene Farbkleider für eine Papageifischart: oben männliche, unten weibliche und dann der jugendliche Fisch in prachtvollem Weiß mit ca. 10 cm Länge (seit 1990 nie mehr gesehen!).

Die Farben der ausgewachsenen männlichen Tieres sind grün und lila, die weiblichen sind eher grau und die der Jungtiere auffallend weiß und gelb. Das beste Unterscheidungsmerkmal ist das gelb umrandete Auge, das in allen Farbphasen so bleibt. Bis 90 cm werden sie groß. Nur die Art Bolbometopon (Buckelkopf-Papageifisch) wird mit 120 cm noch größer.

Zweifarben-Papageifische (auch Clown- oder Masken-Papageifisch) leben hauptsächlich von Algen, die sie weithin hörbar von abgestorbenen Korallen abschaben. Die frischen Spuren ihrer halbrunden Schnäbel sind überall am Riff hell im bräunlichgrünen Algenbewuchs als kurze Kratzspuren zu sehen. Sie haben jetzt nach dem großen Korallensterben mehr Futter denn je, denn die Riffe sind veralgt. Nachweislich haben sie früher auch Korallen zerbissen. 2008 auf Embudu kamen sie aber gut auch ohne Korllen aus.

Vorkommen: Tropischer Indo-Westpazifik, vom Roten Meer bis Japan und zu Great Barrier Reef.

Rotmeerbuckelkopf-Papageifisch Chlorurus gibbus (Rüppell, 1829)

E: Heavybeak parrotfish , F: Perroquet mâchoiron, J: Budai, D: Landaa

Größe: 70 cm, Tiefe: 1 m              Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1987

Größe: 90 cm, Tiefe: 3 m                             Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1994

Größe: 80 cm, Tiefe: 3 m                                 Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995

Größe: 120 cm, Tiefe: ca.15 m        Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 1998

Ein sicheres Erkennungszeichen für Mitglieder dieser Familie ist auch das Fressverhalten. Sie nagen mit hörbarem Schaben von der Oberfläche abgestorbener Korallen die Algen ab, knacken laut die Spitzen verzweigter Korallen und zerkauen diese um an die Polypen heranzukommen. Deutlich sind überall im Riff die Spuren zu sehen. Es wird geschätzt, dass rund ein Drittel des so weißen Sandes der Koralleninseln durch den Magen der Papageifische gewandert ist. Beobachtungen zeigen, dass ein ungefähr 50 cm großer Papageifisch ca. alle 30 Sekunden ein Stück Koralle abbeißt und zerkaut.

Jede Minute scheidet er den Sand wieder aus. Angenommen es sind 5 g Sand, das 60-mal in der Stunde, 8 Stunden am Tage und das 365-mal im Jahr, ergibt das bei einem einzigen Tier nach dieser Rechnung schon 876 kg Sand. Und wie viele Papageifische gibt es am Riff!

Oft rotten sich Papageifische zu großen Fressgemeinschaften zusammen, überfallen dann regelrecht einzelne Korallenstöcke und beißen alles kurz und klein. Tapfer aber hoffnungslos verteidigen die mit diesen Korallen zusammenleben den kleinen Fische ihr Zuhause, können natürlich nichts ausrichten. Die Papageifische sind mit den Lippfischen eng verwandt. Sie haben zum Teil die gleiche Körperform und schwimmen ebenfalls nur mit den großen, flügelartigen Brustflossen. Papageifische leben in allen tropischen Meeren.

Größe: 50 cm, Tiefe: 3 m     Meedhuffushi, Süd-Nilandu-Atoll, 1999

Malediven-Papageifisch

Ein Papageifisch bei der Arbeit. Er läßt den für die Inseln so wertvollen Sand ab, Reste der zerkauten Korallen.

Die Vergiftung ist deshalb so heimtückisch, weil sie von Fischen, die zu anderen Zeiten und an anderen Orten durchaus nicht giftig sind, verursacht wird. Ob ein Fisch nun essbar ist oder nicht, kann nur ein einheimischer Fischer mit seiner Erfahrung entscheiden - Vorkoster sind ja etwas aus der Mode gekommen.

Wie groß war vor kurzem jedoch das Erstaunen, als bei einem Fischhändler in London tiefgefrorene Papageifischerumlagen. Die Farben bei den brettsteifen Tieren waren hässlich dunkel und stumpf, doch ließ der Schnabel keinen Zweifel aufkommen: es waren Scaridae. Ja, sagte der Fischhändler, sie schmecken normalerweise wirklich nicht. Legt man sie aber roh in eine „salsa picante“ aus Zitronensaft, Öl und Chili ein, wäre es eine Delikatesse.

Malediven-Papageifisch

Größe: 30 cm, Tiefe: 2 m                        Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1994

Einige Arten der Papageifische rotten sich zu Fressgemeinschaften zusammen. Wie hier die Singapurpapageifische bei Kuramathi um Weihnachten 1994. Das treibt die kleinen Riffbarsche zu schierer Verzweiflung. Sie können die großen Fische nicht mehr von ihrer Wohnkoralle vertreiben.

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Dhiveli

Fam.

Papageifische

Scaridae

Parrotfishes

Gat.

Buckelkopf-Papageifische

Bolbometopon

Bolbometopon

.

.

.

Art

Büffelkopf-Papageifisch

Bolbometopon muricatum 1

Green humphead parrotfish

PoisPerroquet bossu vert

Kanmuribudai

Landaa

Gat.

Calotomus

Calotomus

Calotomus

.

.

.

Art

Oliven-Papageofisch

Calotomus carolinus 16

Carolines parrotfish

Perroquet des Carolines

.

Landaa

Gat.

Cetoscarus

Cetoscarus

Cetoscarus

.

.

.

Art

Zweifarben-Papageifisch

Cetoscarus bicolor 2

Bicolour parrotfish

Poisson-perroquet baleine

Irobudai

Mudhikey landaa

Gat.

Chlorurus

Chlorurus

Chlorurus

.

.

.

Art

Kapitän-Papageifisch

Chlorurus enneacanthus 3

Captain parrotfish

Perroquet capitaine

.

Landaa

Art

IBuckelkopf-Papageifisch

Chlorurus gibbus 4

Heavybeak parrotfish

Perroquet mâchoiron

.

Landaa

Art

Kugelkopf-Papageifisch

Chlorurus sordidus 5

Daisy parrotfish

Perroquet marguerite

Hagebudai

Noo landaa

Art

Indischer Buckelkopf-Papageifisch

Chlorurus strongylocephalus

Indian Ocean steephead parrot

Poisson-perroquet bleu

.

Raiy landaa

Gat.

Hipposarus

Hipposarus

Hipposarus

.

.

.

Art

Langnasen-Papageifisch

Hipposarus harid 7

Candelamoa parrotfish

Perroquet candelamoa

.

Landaa

Gat.

Scarus

Scarus

Scarus

.

.

.

Art

Gebänderter-Papageifisch

Scarus caudiofasicatus 8

Redbarred parrotfish

Perroquet à bandes rouges

.

Landaa

Art

Grünbürzel-Papageifisch

Scarus frenatus 9

Bridled parrotfish

Perroquet à six bandes

Amimebudai

Landaa

Art

Blauband-Papageifisch

Scarus ghobban 10

Blue-barred parrotfish

Perroquet à écailles jaunes

Hibudai

Landaa

Art

Schwarzer Papageifisch

Scarus niger 11

Dusky parrotfish

Perroquet dorade

Buchibudai

Noo landaa

Art

Singapur-Papageifisch

Scarus prasiognatthus 12

Singapore parrotfish

Perroquet étaubone

Nishikibudai

Landaa

Art

Nasenhöcker-Papageifisch

Scarus rubroviolaceus 13

Ember parrotfish

Perroquet braisé

Naga-budai

Landaa

Art

Dunkelkappen-Papageifisch

Scarus scaber 14

Fivesaddle parrotfish

Perroquet à cinq selles

Budai

Landaa

Art

Dreifarben-Papageifisch

Scarus tricolor 15

Tricolour parrotfish

Perroquet tricolore

Ichimonji-budai

Landaa

Malediven-Bolbometopon-muricatum

Private Statistik über die Häufigkeit der in den maledivischen Gewässern vorkommenden Papageifischarten:

Auf insgesamt 327 Fotos von Papageifischen im Zeitraum von 1982 bis 2008 lässt sich inetwa die Häufigkeit der Arten ablesen:

Büffelkopf-Papageifisch
Oliven-Papageifisch
Zweifarben-Papageifisch
Kapitän-Papageifisch
Buckelkopf-Papageifisch
Kugelkopf-Papageifisch
Indischer Buckelkopf-Papageifisch
Langnasen-Papageifisch
Gebänderter-Papageifisch
Grünbürzel-Papageifisch
Blauband-Papageifisch
Schwarzer Papageifisch
Singapur-Papageifisch
Nasenhöcker-Papageifisch
Dunkelkappen-Papageifisch
Dreifarben-Papageifisch

<1%
<1%
10%
7%
5%
2%
26%
7%
1%
6%
3%
5%
10%
5%
<1%
<1%

Bedroom: No sex please! We are Muslims!

Am Riff herrscht absolute Wohnungsnot, vor allen Dingen nachts. Da drängt man sich schon mal mit anderen Arten in eine Höhle um Schutz zu suchen.

Tiefe: ca. 4 m                                        Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1987

Malediven-Cetoscarus-bicolor

Größe: 50 cm, Tiefe: 3 m               Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1987

Malediven-Cetoscarus-bicolor
Malediven-Cetoscarus-bicolor

Größe: 10 cm, Tiefe: 1 m          Dhigufinolhoo, Süd-Male-Atoll, 1990

Malediven-Cetoscarus-bicolor

Größe: 70 cm, Tiefe: 1 m                Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1993

Größe: 60 cm, Tiefe: 1 m                   Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Malediven-Kapitaenpapageifisch

Oliven - Papageifisch Calotomus carolinus (Valenciennes, 1840)

E: Carolines parrotfish , F: Perroquet des Carolines, J: Budai, D: Landaa

Malediven-Cetoscarus-bicolor

Größe: 40 cm, Tiefe: 3 m           Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Oliven - Papageifisch

Calotomus carolinus (Valenciennes, 1840)

Man muss schon genau hinschauen um diesen Papageifisch zu finden. Nie gedacht, ausgerechnet auf Embudu 2008 neue Fischarten zu entdecken. Den Calotomus carolinus hier z. B., nie vorher schwamm er vor die Linse. Dabei hat er die größte Verbreitung, die ein Papageifisch haben kann: von Ostafrika bis Mexico. Seine Tarnung ist aber auch gut. Er lebt ausschließlich von Algen die er nach Papageienfischart von den Korallen abschabt.

Vorkommen: Ostafrika bis Mexico.

Größe: 100 cm, Tiefe: 3 m                                 Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995

Malediven-Buckelkopf-Papageifisch

Hier irrt der sonst so zuverlässige Mergus Meerwasseratlas, Band 7, Seite 841: Diese Art gibt es sehr wohl ausserhalb des Roten Meeres. Fishbase und die Bilder hier widerlegen es. Die männlichen Tiere haben mal mehr oder weniger grün gefärbte Wangen wie auf den beiden Bildern oben zu sehne ist. Sie sind nur schwer von der anderen Art, Chlorurus strongylocephalus (Bleeker, 1854), die ebenfalls hier herumschwimt, zu unterscheiden.

Diese Art wird bis 70 cm groß. Das Korallensterben hat ihnen offentsichtlich an den Malediveninseln nicht viel ausgemacht. Sie schaben nach wie vor die Algen ab und scheinen nach eigenen Beobachtungen auch Teile vom Untergrund mitzufressen.

Das Farbenkleid der Weibchen und der Jungtiere ist komplett anders geartet. Bei den Weibchen dominiert Rot. Bei den juvenilen Papageifischen dieser Art ist jede Schuppe mit gelber Grundfarbe rot eingefasst.

Vokommen laut Fishbase: Gesamter Indopazifik.

Rotmeerbuckelkopf-Papageifisch, maskulin, Chlorurus gibbus (Rüppell, 1829)

Malediven-Buckelkopf-Papageifisch

Größe: 40 cm, Tiefe: 6 m                       Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1987

Zweifarben - Papageifisch, feminin,
Cetoscarus bicolor (Rüppell, 1828)

Zweifarben - Papageifisch, juvenil, Cetoscarus bicolor (Rüppell, 1828)

Malediven-Cetoscarus-bicolor

Größe: 70 cm, Tiefe: 3 m                      Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997

Ein Trompetenfisch hat sich einen Cetoscarus bicolor zum "Reiten" ausgesucht

Malediven-Buckelkopf-Papageifisch

Größe: 90 cm, Tiefe: 5 m                                 Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995

Malediven-Buckelkopf-Papageifisch

Größe: 60 cm, Tiefe: 1 m                   Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997

Rotmeer-Buckelkopf-Papageifisch, feminin, Chlorurus gibbus (Rüppell, 1829)

Größe: 40 cm, Tiefe: 5 m                            Ari-Beach, Ari-Atoll, 1992

Malediven-Buckelkopf-Papageifisch
Malediven-Buckelkopf-Papageifisch

Rotmeer-Buckelkopf-Papageifisch, juvenil, Chlorurus gibbus (Rüppell, 1829)

Größe: 30 cm, Tiefe: 2 m           Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Kugelkopf-Papageifisch Chlorurus sordidus (Forsskål, 1775)

E: Daisy parrotfish , F: Perroquet marguerite, J: Hagebudai, D:Noo landaa

Malediven-Kugellkopf-Papageifisch

Größe: 40 cm, Tiefe: 1 m        Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Kugelkopf-Papageifisch Chlorurus sordidus (Forsskål, 1775)

Die Bestimmung dieses großen Papageifisch ist alles andere als sicher. Irgendwo im eigenen Archiv müssen noch andere Bilder sein, auch von den Jungfischen. Das Bild hier fungiert erst einmal als Platzhalter...

Vokommen laut Fishbase: Gesamter Indopazifik.

Weltweit: 96 Arten, hier beschrieben:16 Arten mit 92 Fotos, im Archiv: 327 Fotos

Singapurpapageifische