Fische der Malediven

Ordnung der Barschartigen - Perciformes





Familie: Scheinschnapper - Nemipteridae

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Dhiveli

Fam.

Scheinschnapper

Nemipteridae

Nemipteridae

Gat.

.

Scolopsis

Scolopsis

.

.

.

Art

Schärpen-Scheinschnapper

Scolopsis bilineatus

Two- ined monocel bream

Mamila griffée

Futasuzi-tamagashira

Kiru bodahandhi

Art

Zweifleck-Scheinschnapper

Scolopsis bimaculatus

Tumbprint mullet monocel bream

Mamila Saint Pierre

Futasuzi

Kiru bodahandhi

Malediven-Scheinschnapper

Größe: ca. 20 cm, Tiefe: 2 m                       Ellaidhoo, Ari - Atoll, 1995

Malediven-Strassenkehrer

Zweiflecken-Scheinschnapper Scolopsis bimaculatus Rüppell, 1828

Größe: 30 cm, Tiefe: 5 m       Dhigufinolhu, Süd-Male-Atol,l992

Schärpen-Scheinschnapper Scolopsis bilineatus (Bloch, 1793)

E: Two- lined monocel bream, F: Mamila griffée, J: Futasuzi-tamagashira, D: Kiru bodahandhi

E: Tumbprint mullet monocel bream, F: Mamila Saint Pierre, J: Futasuzi, D: Kiru bodahandhi

Zweiflecken-Scheinschnapper Scolopsis bimaculatus Rüppell, 1828

Scheinschnapper Nemipteridae

Diese Familie wird in 4 Gattungen und 40 Arten unterteilt. Es sind seitlich abgeflachte, längliche Tiere mit kleinem Maul und großen Augen. Die durchgehende Rückenflosse besteht im vorderen Teil aus 10 Stacheln, denen sich 9 oder 10 weiche, biegsame Flossenstrahlen anschließen. Der englische Populärname ist eigentlich sehr zutreffend: Spinecheek. Alle Mitglieder dieser Familie haben nämlich kurz unter den Augen einen nach hinten gerichteten Stachel: deswegen also Spinecheek = Stachelwangen.

Ihr kräftiger Schwanzstiel, die leicht gegabelte Schwanzflosse und der schlanke Körper lassen eigentlich einen guten und ausdauernden Schwimmer erwarten. Doch weit gefehlt. Der auffallende Zweistreifen - Scheinschnapper Scolopsis bilineatus, den man hier auf den Malediven tagsüber oft nur reglos zwischen den Korallen stehen sieht, ist genauso ein schlechter Schwimmer, wie alle anderen Mitglieder dieser Familie, ob sie nun in kleinen Schulen, paarweise oder einzeln leben.

Wenig ist über die Fortpflanzung der Scheinschnapper bekannt. Das ist meist so bei Fischarten, die nicht in Aquarien gehalten werden können, weil sie, wie die Scheinschnapper oft in Schulen leben, oder weil sie keine allzugroße wirtschaftliche Bedeutung haben. Bekannt ist nur, dass alle Jungfische zuerst weibliche Tiere sind. Die Paarung, so wird vermutet, findet nachts im freien Wasser im Schwarm statt.

Wie bei so vielen Fischen kann die Jugendfärbung der Scheinschnapper sich von der erwachsener Tiere stark unterscheiden. Die Körper sind mit großen Schuppen bedeckt, nur der Kopf hat keine.

Scheinschnapper sind weitverbreitet in den tropischen Meeren und bis hinunter auf 100 m Tiefe anzutreffen. Sie sind ausnahmslos gute Speisefische und die Arten der Gattung Nemipterus (hier nicht beschrieben, weil sie normalerweise nicht an den Malediveninseln anzutreffen sind) haben in einigen Gegenden sogar kommerzielle Bedeutung für den Fischfang.

Schärpen-Scheinschnapper Scolopsis bilineatus (Bloch, 1793)

Großkopfschnapper, Seite 48

Steuerbarsche, Seite 50

Es schwimmen eine ganze Menge Fische mit mehr oder weniger großen Flecken auf den Seiten herum und man muß schon ziemlich genau hinsehen, um sie zu unterscheiden. Dieser Zweiflecken-Scheinschnapper schwamm in dem seichten Gewässern bei Einbruch der Dunkelheit an der Inseln Dhigufinolhu in starker Strömung zielstrebig an mir vorbei als ich gerade zum Luft holen an die Oberfläche wollte.

Sein Körper ist grau bis grünlich und der schwarze Fleck beginnt auf der Höhe des siebenten oder achten Rückenflossenstachels. Nicht das jemand bei dem Namen bimaculatus den zweiten Fleck auf dem Foto sucht: der ist natürlich auf der anderen Seite! Diese nicht häufig anzutreffende Art wird bis zu 30 cm groß und ist über sandigen Böden bis in 30 m Tiefe zuhause.

Vorkommen: Westlicher Indischer Ozean bis Sri Lanka, Rotes Meer und Persischer Golf, Ostafrika.

Dieser auffällige und hübsche Fisch ist relativ häufig zu sehen. Er ist ein scheuer Einzelgänger der nachts auf Jagd nach benethisch lebenden wirbellosen Tieren und Krebsen ist. Am Tage döst er unter Korallen im flachen Wasser dahin und ist höchstens einmal aus der Reserve zu locken, wenn in der Nähe eine Barbe den Sand aufwühlt und er hofft, leichte Beute machen zu können.

Seine am Maul beginnende und unter den Augen vorbeiführende weiße Schärpe ist dunkel eingefaßt und endet im hinteren Drittel der stachligen Rückenflosse. Zusammen mit den 4 weißen Linien auf dem Kopf und der schwungvollen Schärpe ist er leicht zu erkennen.

Ausgewachsen erreicht diese Art eine Länge von 20 cm. Er lebt auf dem Riffdach und bis in eine Tiefe von 25 m. Nach meinen Beobachtungen ist er immer nur alleine zu finden. Im Bild unten ist die Nachtfärbung des hübsch gezeichneten Fisches zu sehen. Zur Abwehr ist die Rückenflosse aufgestellt.

Vorkommen: Malediven, Sri Lanka, bis nach Taiwan und Australien.

Malediven-Scheinschnapper

Scheinschnapper - Nemipteridae

Handbuch der Malediven

Seite 49