Handbuch der Malediven

Seite 43

Fische der Malediven


Ordnung der Barschartigen - Perciformes

Bullaugen - Priacantidae


Foto_Malediven_Hornhechte

Größe: 30 cm, Tiefe: 3 m                     Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1985

Gewöhnlicher Großaugenbarsch Priacanthus hamrur (Forsskål, 1775)

Persönliche Erinnerung: Man kannte sich! Dieser farbenprächtige Großaugenbarsch stand so in drei Urlauben in drei Jahren tagsüber immer an der gleichen Stelle, gleich rechts neben dem Anleger von Kuramathi im stark durchströmten Korallengarten vor dem Außenriff. Von 1983 - bis 85.

Dann gab es keine Großaugenbarsche mehr und die Korallen starben bis 1988 alle durch die Umweltbelastung auf der immer stärker besuchten Insel ab. Heute ist nur noch die Strömung da und es gibt nicht einmal mehr Korallentrümmer von nenneswerter Größe an diesem einst so schönen Korallengarten.

In der Ordnung der Barschartigen bilden die Bullaugen (engl. bigeyes) eine eigene Familie, die sich in 3 Gattungen und 12 Arten gliedert.

Die Bullaugen leben in Tiefen von 1-400 m in allen tropischen Meeren. Meist sind sie rot, können aber in Bruchteilen von Sekunden silbrig aussehen.

Systematik der Familie der Bullaugen - Priacanthidae

Deutsch

Latein

Englisch

Dhiveli

Französisch

Japanisch

Ord: 

Barschartige

Perciformes Perch-likes

Fam.

Bullaugen

Priacanthidae

Bigeys

Beauclaire

Gat.

Priacanthus

Priacanthus

Priacanthus

Priacanthus

Priacanthus

Priacanthus

Art

Blochs Großaugenbarsch

Priacanthus blochi

Beauclaire

Art

Gewöhnlicher Großaugenbarsch

Priacanthus hamrur

Crescent-tail bigeyes

Hugu mas

Beauclaire


Familie der Bullaugen - Priacanthidae


Gewöhnlicher Großaugenbarsch - Priacanthus hamrur (Forsskål, 1775)

E: Crescent-tail bigeyes, F: Beauclaire, J: Kinoki, D: Hugu mas

Foto_Malediven_Hornhechte

Größe: 12 cm, Tiefe: 3 m                     Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

Gewöhnlicher Großaugenbarsch Priacanthus hamrur (Forsskål, 1775)

Die großen Augen deuten auf Nachtaktivität hin. Tatsächlich verdöste dieses Tier den Tag träge in wenigen Meter Tiefe. Das große Tier auf den Bild ganz oben stand jeden Tag an der gleichen Koralle in strömungsreichem Wasser an der Spitze des Riffs unweit des alten und ersten Anlegers von Kuramathi und war durch seine rote Farbe schon von Weitem zu erkennen.

Dieser Bull- oder Großaugenbarsch war ein Einzelgänger und ließ sich, gewöhnt an Schnorchler, aber fast berühren. Nachts sieht man die leuchtend roten oder silbrig - glänzenden Fische, wie die Bilder unten verdeutlichen, paarweise oder in Schulen über das Riff jagen. Warum sie die Farbe zwischen Rot und Silber wechseln ist nicht bekannt. Sieht man das Bild unten, könnte man fast meinen, ein silbriges Männchen wirbt um sein rotes Weibchen.

Die Gewöhnlichen Großaugenbarsche leben von Zooplankton. Manchmal sind sie auch in großen Schulen vor dem Riff bis in Tiefen von bis zu 250 m zu finden und keiner weiß, was sie dort machen. Plankton steht dort jedenfalls nicht zur Verfügung.

Vorkommen: Indopazifik und Rotes Meer.

Eine andere Art, Blochs Großaugenbarsch Priacanthus blochii Bleeker, 1835 lebt im Gebiet vom Arabischen Meer bis in den südlichen Indo-Pazifik, um die Inseln der Malediven und um Sri Lanka. Er hat als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal eine gerundete Schwanzflosse.

Foto_Malediven_Hornhechte

Größe: 20 cm, Tiefe: 2 m                    Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

Gewöhnlicher Großaugenbarsch Priacanthus hamrur (Forsskål, 1775)

Foto_Malediven_Hornhechte

Größe: 20 cm, Tiefe: 3 m                       Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

Foto_Malediven_Hornhechte

Größe: 25 cm, Tiefe: 6 m                     Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

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