Handbuch der Malediven

Seite 40

Fische der Malediven


Ordnung der Barschartigen-Perciformes

Familie der Barsche-Serranidae


Systematik der Ordnung der Barsche-Perciformes

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Dhiveli

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Japanisch

Ord: 

Barschartigen

Perciformes

Perch-like fishes

.

.

Fam.

Barsche

Serranidae

Serranidae

Serranidae

Serranidae

Serranidae

Ufam

Fahnenbarsche

Anthiinae

.

.

.

Gat.

Anthias

Anthias

Anthias

Anthias

Anthias

Anthias

Art

Gelbrücken-Fahnenbarsch

Anthias evansi

Yellowtail goldie

Dhon burek

Babier à queue jaune

Evans hanadai

Art

Juwelenfahnenbarsch

Anthias squamipinnis

Sea goldie

Kashikeyo mas

Baibier arlequin

Hanadai

Ufam

Zackenbarsche

Ephinephlinae

Ephinephlinae

Ephinephlinae

Ephinephlinae

Ephinephlinae

Gat.

Anyperodon

Anyperodon

Anyperodon

Anyperodon

Anyperodon

Anyperodon

Art

Spitzkopfzackenbarsch

Anyperodon leucogrammicus

Slender grouper

Boalha jehi faana

Merou elegant

Azuki-hata

Gat.

Cephalopholis

Cephalopholis

Cephalopholis

Cephalopholis

Cephalopholis

Cephalopholis

Art

Pfauenaugenbarsch

Cephalopholis argus

Argus grouper

Mas faana

Vielle laprude

Aonome-hata

Art

Juwelenbarsch

Cephalopholis miniata

Coral rockcod

Raiy faana

Vielle etoilee

Yukata-hata

Gat.

Epinephelus

Epinephelus

Epinephelus

Epinephelus

Epinephelus

Epinephelus

Art

Poligonzackenbarsch

Epinephelus aerolatus

Areolate grouper

Faana

Mérou aréolé

Omon-hata

Art

Baskenmützen-Zackenbarsch

Epinephelus fasciatus

Blacktip grouper

Raiy galhi faana

Méru orifamime

Akahata

Art

Stierkopfzackenbarsch

Epinephelus fuscoguttatus

Brown-marbled grouper

Faana

Mérou

Hata

Art

Hexagonzackenbarsch

Epinephelus hexagonatus

Hexagon grouper

Faana

Mérou marron

Aka-madarahata

Art

Malabarzackenbarsch

Epinephelus malabaricus

Malabar grouper

Faana

Mérou malabar

Yaitohata

Art

Felsenbarsch

Epinephelus merra

Honeycomb rockcod

Faana

Mérou gâteau de cire

Kaumonhata

Art

Tarnbarsch

Epinephelus polyphekadion

Camouflage gouper

Kula faana

Mèrou camoflage

Madarahata

Art

Viersattel-Zackenbarsch

Epinephelus spillotoiceps

Foursaddle rockcod

Asdaan faana

Mèrou quatre selles

Yotsugurabata

Gat.

Plectopomus

Plectopomus

Plectopomus

Plectopomus

Plectopomus

Plectopomus

Art

Forellenzackenbarsch

Plectopomus aerolatus

Squaretail leopardgrouper

Raymas faan

Mérou queue carrée

O-aonome-ara

Art

Leopardenbarsch

Plectopomus laevis

Blacksaddled coralgouper

Thilaakolhu

Mérou sellé

Kokuhan-ara

Gat.

Variola

Variola

Variola

Variola

Variola

Variola

Art

Gelbflossen-Juwelenbarsch

Variola louti

Yellow-edge lyretail

Kandu haa

Croissant queue jaune

Bara-hata

Foto_Malediven_Hornhechte

Die Flossenbezeichnungen der Barschartigen


Familie der Barsche-Seranidae


Die Familie der Barsche (Serranidae) gliedert sich in 51 Gattungen mit 320 Arten in 3 Unterfamilien. Die Unterfamilien sind:

Anthiinae Fahnenbarsche 20 Gattungen 100 Arten
Epinephelinae Zackenbarsche 21 Gattungen 170 Arten
Serraninae Sägebarsche 10 Gattungen 50 Arten

Die Unterschiede in dieser großen Familie sind gewaltig. Sie reicht von den kaum 10 cm großen Fahnenbarsch bis zum 2,7 m langen und 400 kg schweren Epinephelus lanceolatus . Alle Arten dieser Familie sind Räuber.

Fahnenbarsche oder Anthiasbarsche lassen sich in wiederum drei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe dieser Unterfamilie sind kleine, Plankton fressende Fische, die in Schulen an den Korallenriffen leben. Sie stehen in farbenprächtigen Wolken an exponierten Stellen vor dem Riff. Dort, wo eine Strömung nahrungsreiches Wasser aus der Tiefe empor bringt, kann man die kleinen hübschen Fische auch relativ weit oben am Riff antreffen. Sie sind es, die wir hier doch recht häufig sehen, wie z. B. den Anthias squamipinnis.

Jede dieser kleinen Schulen hat einige kräftige, anders gefärbte Männchen und viele gleichgefärbete Weibchen und Jungtiere. So ein größeres Männchen organisiert ein Zusammenleben mit einigen Weibchen wie in einem Harem. Wird es weggefangen, wandelt sich das größere Weibchen um zu einem Männchen und es kann innerhalb von zwei Wochen andere Weibchen befruchten. Es sind so genannte pyrogene Zwitter. Die zweite Gruppe ist größer und lebt in 50-100 m Tiefe zwar ebenfalls von Plankton, sind aber meist keine protogyne Zwitter. Sie werden hier nicht weiter erwähnt. Genau wie die dritte Gruppe, die einzeln die Meere durchstreifen und von kleinen Fischen und bentisch Krustentieren leben. Sie wandeln ihr Geschlecht nicht.

Zackenbarsche leben in allen tropischen Meeren. Einige wenige Arten kommen auch in subtropischen Meeren vor. Sie sind überall am Riff zu sehen. Auf ihren Brustflossen "stehen" die mittelgroßen Arten versteckt zwischen den Korallen regelrecht auf der Lauer und warten auf einen arglosen kleinen Fisch, den sie blitzschnell zustoßend erbeuten. Diese Fische sind oft farbenprächtig, so das der Name des knallroten Juwelen-Barsches durchaus zu recht besteht. Die großen Arten unter ihnen haben eine überdimensionierte Schwanzflossen, die für einige Stöße gewaltige Antriebskräfte erzeugen kann, ebenfalls geeignet zum blitzschnellen zustoßen. Einige zeigen zumindest in der Jugend noch schöne Farben, verblassen aber zu unscheinbarem Grau mit vielen Turnfesten. Der Lebensraum der Zackenbarsche erstreckt sich von den flachen Gewässer der Lagunen und Küsten bis hinunter in mittlere Tiefen; einige bis in 200 m. Sie leben meist alleine, jagen Fische und große Krebse. All die Räuber sind gute Speisefische und haben durchaus kommerzielle Bedeutung.

Das Unterscheiden der Geschlechter gestaltet sich einigermaßen schwierig, da auch viele Zackenbarsche zwittrig sind. Die Arten der auf den Malediven so weit verbreiteten Cephalopholis argus z. B., der Pfauenaugenbarsche, werden als weibliche Tiere geboren, die sich erst später in ihrem Leben zu männlichen Tieren umwandeln. Aber noch verwirrender sind die Gattungen Hypoplectrus und Serranus. Hier ist ein Tier Männchen und Weibchen zugleich und in Gefangenschaft sind sogar Selbstbefruchtungen beobachtet worden. Wie auch immer: Die Eier der Zackenbarsche werden ins freie Wasser abgelaicht und treiben ohne Eigenbewegung dahin, sind also pelagisch.

Sägebarsch der Unterfamilie Serraninae seien hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Meist leben sie in Tiefen um die 200 m und wir bekommen sie nicht zu Gesicht. In älterer Literatur werden hier auch noch die Seifenbarsche Grammistidae geführt. Hier werden sie jedoch als normale, eigenständige Familie abgehandelt.

Gelbrückenfahnenbarsch - Anthias evansi Smith, 1954

E: Yellowtail goldie, F: Babier à queue jaune, J: Evans hanadai, D: Dhon burek

Foto_Malediven_Hornhechte

Größe: 8 cm, Tiefe: 3 m           Veligandu Huraa, Süd-Male-Atoll, 1990 

Gelbrückenfahnenbarsch Anthias evansi Smith, 1954

Dieser im vorderen Körperteil lilafarbene und auf dem Rücken gelbe Fahnenbarsch ist in den Regionen über 5 m Wassertiefe nicht all zu oft zu sehen. Es muss schon eine kräftige und nahrungsreiche Strömung aus der Tiefe kommen, um ein Schwarm so weit nach oben zu locken. In Tiefen von 5-10 m sind sie bei weitem häufiger.

Der tagaktive Gelbrücken-Fahnenbarsch wird nur 9,5 cm groß. Er ist sehr scheu. Wird so ein Schulverband der Fahnenbarsche gestört, verschwinden die Fische blitzschnell in Spalten und Ritzen und so richtig ins freie Wasser, fern von ihren Verstecken, wagen sie sich kaum. Sie leben von Zooplankton.

Vorkommen: Indischer Ozean von Kenia, Mosambik, den Seychellen, Mauritius und Reunion bis zu den Malediven.

Juwelenfahnenbarsch Anthias squamipinnis (Peters, 1855)

E: Sea goldie, F: Baibier arlequin, J: Hanadai, D: Kashikeyo mas

Foto_Malediven_Hornhechte

Größe: 7 cm, Tiefe: 3 m        Hurasdhoo (unbewohnt), Ari-Atoll, 1990 

Juwelenfahnenbarsche, feminin Anthias squamipinnis (Peters, 1855)

Der Juwelen-Fahnenbarsch ist die meist verbreiteste Art der Fahnenbarsche im Indopazifik. Sie werden bis zu 10 cm groß und leben in Schulverbänden in strömungsreichem Wasser von Zooplankton. Ihre Augen leuchten in einem schönen kräftigen Blau, der Körper ist orangerot und die Flossen sind gelb an den Rändern. Die Schwanzflosse ist nur beim Männchen sichelförmig ausgezogen und auch die Bauch- und Afterflossen sind länger als beim Weibchen. Außerdem haben nur die Männchen den 3. Rückenflossenstrahl als Stachel ausgebildet.

Eigentlich ist das kein Fisch für Schnorchler weil diese Fahnenbarsche ebenfalls in Tiefen ab 10 m leben. Dort stehen sie in großen Schulverbänden vor Höhlen und markanten Korallen. Aber an sehr strömungsreichen Riffabschnitten, wo nahrungsreiches Wasser aus der Tiefe emporkommt-oft erkennbar an besonders großen und massiven Korallenformationen die bis kurz unter die Wasseroberfläche reichen-kann man Fahnenbarsche auch kurz unter der Wasseroberfläche antreffen.

Vorkommen: Rotes Meer und Indopazifik.

Foto_Malediven_Soldatenfische04

Größe: 7 cm, Tiefe: 4 m                  Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 1998

Juwelenfahnenbarsche, feminin Anthias squamipinnis (Peters, 1855)
Foto_Malediven_Soldatenfische04

Größe: 3 cm, Tiefe: 3 m                   Dhigufinolhu, Süd-Male-Atoll, 1991 

Juwelenfahnenbarsche, maskulin, Anthias squamipinnis (Peters, 1855)

Männliche Antiasbarsche unterscheiden sich gut von den weiblichen Tieren. Sie haben den dritten Rückenflossenstachel verlängert und die Schwanzflosse der Männchen ist sichelförmiger ausgezogen. Die Bauch- und die Afterflossen sind ebenfalls größer, die Färbung ist kräftiger.

Die Männchen halten sich einen Harem und haben mächtig damit zu tun, die 6 bis 10 Weibchen beieinander zu halten. Prächtig bauen sie sich in der Mitte auf, spreizten stolz den langen Rückenstachel und die Flossen ab. Besorgt um das Wohl der holden Weiblichkeit flüchten sie bei Störungen als letzte in die rettende Koralle, von der sie sich kaum weiter als einen Meter entfernen. Zu schnell ist eine der großen, am Riff jagenden Makrelen heran.

Diese schönen Riffbewohner sind bei der Brautwerbung beobachtet worden. Ablaufendes Wasser und die richtige Mondphase lässt die Männchen dann doch unvorsichtig werden und ins freie Wasser schwimmen. Sie tauchen zum Boden hinab, spreizen alle Flossen, schwimmen in Kurven zurück, solange, bis ein Weibchen sich dazugesellt. Nahe der Wasseroberfläche laichen sie ab und die befruchteten Eier treiben davon.

Spitzkopfzackenbarsch-Anyperodon leucogrammicus Valenciennes, 1821

E: Slender grouper, F: Merou elegant, J: Azuki-hata, D: Boalha jehi faana

Foto_Malediven_Soldatenfische06

Größe: 40 cm, Tiefe: 10 m                         Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1993

Spitzkopfzackenbarsch, Anyperodon leucogrammicus Valenciennes, 1828

Die Gattung Anyperodon besteht nur aus der einen Art, dem Spitzkopfzackenbarsch. Dieser wird bis zu 65 cm groß. Er legt sich versteckt auf die Lauer und wartet auf Fische oder Krebse, die er beim blitzschnellen Zustoß erobert.

Durch seine helle, fast weiße Grundfarbe und den roten Punkten und nicht zuletzt durch den spitzen Kopf ist er leicht zu erkennen. Immer sind sie nur einzeln zu sehen. Obwohl sie als Lauerer meist an einer Stelle liegen, beanspruchen sie ein großes Stück am Riff als eigenes Revier wo sie keinen Artgenossen dulden. Jungfische haben blaue und rote Streifen, die sich beim Größerwerden verlieren. Die Spitzkopfzackenbarsche sind nicht sehr häufig. Nachts sind sie besser zu finden da sie sich ohne lange nach einem Versteck zu suchen einfach auf den Boden legen. Sie verfärben sich dann stark und werden dunkler.

Vorkommen: Tropischer Indo-Westpazifik, Rotes Meer.

Foto_Malediven_Soldatenfische07

Größe: 40 cm, Tiefe: 10 m                             Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1993 

Spitzkopfzackenbarsch in der Nachtfärbung

Anyperodon leucogrammicus Valenciennes, 1821

Pfauenaugenbarsch-Chepalopholis argus (Bloch & Schneider, 1801)

E: Argus grouper, F: Vielle laprude, J: Aonome-hata, D: Mas faana

Foto_Malediven_Soldatenfische07

Größe: 45 cm, Tiefe: 2 m                          Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997

Pfauenaugenbarsch Cephalopholis argus (Bloch & Schneider, 1801)

Foto_Malediven_Hornhechte

Der Pfauenaugenbarsch, auch Blaupunktbarsch genannt, ist der am häufigsten vorkommende Zackenbarsch im gesamten Indopazifik. Auch auf den Malediven war er Anfang der achziger Jahre der dominierende Fisch und an jeder Insel zu sehen. Mit dem drastischen Rückgang der Korallen in den „alten“ Touristenatollen wird er zunehmend seltner.

Das Bild oben zeigt einen ausgewachsenen Barsch bei einem seltenen Ausflug an der Riffkante. Aber das hier ist ein erfahrener Bursche, der die Gefahren, die dort lauern, genau kennt. Normalerweise liegt er mit abgespreizten Brustflossen zwischen den Korallen verankert auf der Lauer nach kleinen Beutefischen.

Dieser herrlich anzuschauende samtbraune, leuchtend-blau gefleckte Zackenbarsch ist ein strikter Einzelgänger, der bis zu 45 cm groß wird und sein Revier gegenüber Artgenossen heftig verteidigt. Er lebt in Tiefen zwischen 1-10 m. Er ist zwittrig. Alle jungen Tiere sind weiblich und wandeln im Laufe der Zeit ihr Geschlecht, so das alle adulten Pfauenaugenbarsche männlich sind.

Das Bild nebenan zeigt die erstaunliche Farbigkeit seiner Flossen.

Vorkommen: Indopazifik, selten im Roten Meer.

Größe: 40 cm, Tiefe: 5 m    Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1988

Juwelenbarsch-Cephalopholis miniata Forsskål, 1775

E: Coral rockcod, F: Vielle etoilee, J: Yukata-hata, D: Raiy faana

Foto_Malediven_Grossdornhusar
Juwelenbarsch Cephalopholis miniata Forsskål, 1775

Die zinnoberrote Grundfarbe deutet schon auf einen Lebensraum ab 10 m Tiefe hin. Dort ist der Rotanteil des Lichts herausgefiltert und wirkt wie ein dunkles Braun, ist also eine gute Tarnfarbe in dieser Tiefe. Er liebt reichlichen Bewuchs und viele Korallen am Abfall eines Außenriffs.

Wie sein naher Verwandter aus den oberen Regionen, der zuvor beschriebene Pfauenaugen-barsch, liegt auch er unter Überhängen und in Höhlen auf der Lauer nach kleinen Fischen und Krustentieren, die er im blitzschnellen Zustoßen erbeutet. In Tiefen über 10 m er wie gesagt seltener und dann meistens nur in der Dämmerung zu sehen. Sein Lebensraum reicht hinab bis 40 m Tiefe. Diese Art ist relativ selten.

Auch der Juwelenbarsch ist ein Zwitter. Ausgewachsen erreicht er 40 cm.

Vorkommen: Indopazifik.

Polygonwabenbarsch-Epinephelus aerolatus (Forsskål, 1775)

E: Areolate grouper; F: Mérou aréolé; J: Omon-hata

Foto_Malediven_Violetthusar

Größe: 40 cm, Tiefe: 5 m                              Vilamenddhoo, Ari-Atoll, 1997

Polygonwabenbarsch Epinephelus aerolatus (Forsskål, 1775)

Diese Art ist sicher ein einem hellen Saum am Ende der Schwanzflosse zu identifizieren. Die fünfeckigen Flecken (Polygone) sind groß, deutlich durch den hellen Untergrund getrennt und unregelmäßig. Der Einzelgänger ist nicht häufig und nur schwer in dem quirligem Leben der Lagunen und der Riffe zu erkennen obwohl er immerhin eine Länge von 40 cm erreicht.

Diese Art wurde schon in Tiefen von 200 m nachgewiesen. Sie vertrauen so sehr auf ihre Tarnung, dass sie den Schnorchler recht nahe an sich heranlassen. Dieser hier wollte seinen erfolgversprechenden Ansitz nicht aufgeben und stützt sich richtig trotzig aber doch leicht beunruhigt mit seinen breiten Brustflossen auf dem Boden ab. Bevorzugt hält diese Art sich in den flachen Riffteilen, in Lagunen und in Seegraswiesen auf. Die jungen Fische dort sind seine Beute.

Vorkommen: Indopazifik.

Baskenmützen-Zackenbarsch - Epinephelus fasciatus (Forsskål, 1775)

E: Blacktip grouper, F: Méru orifamime, J: Akahata, D: Raiy galhi faana

Foto_Malediven_Violetthusar

Größe: 20 cm, Tiefe: 5 m         Veligandu Huraa, Süd-Male-Atoll, 1990

Baskenmützen-Zackenbarsch Epinephelus fasciatus (Forsskål, 1775)

Ein seltener zu sehender Zackenbarsch, zumal die weiße Jugendform auf dem Bild oben. Dieser auffällig, schneeweiße Fisch mit der roten Baskenmütze fällt aber sofort ins Auge. Auch ohne viel Phantasie scheint der Fisch wirklich eine Baskenmütze zu tragen.

Die Jugendform ist scheu und schwimmt immer schnell über das Riff. Der Lebensraum dieser Art ist auch nicht unbedingt das Riffdach, denn diese Art ist auch schon aus Tiefen um 150 m nachgewiesen. Auf den Bildern unten sind halb ausgewachsene Barsche zu sehen. Die Körperfärbung ist noch blass.

Ist der Fisch ausgewachsen, verblasst das rote Etwas auf seinem Kopf und die Körperfarbe wechselt je nach Gegend bis in ein kräftiges Zinnoberrot. Die Baskenmützen-Zackenbarsch werden bis zu 50 cm groß und legen sich, wie so viele Mitglieder dieser Familie, auf die Lauer um kleine Fische zu erbeuten.

Vorkommen: Indopazifik.

Foto_Malediven_Violetthusar

Größe: 25 cm, Tiefe: 4 m               Eriyadhu, Nord-Male-Atoll, 1990

Baskenmützen-Zackenbarsch

Im Bild oben in der Nacht und unten am Tage auf der Lauer

Foto_Malediven_Violetthusar

Größe: 30 cm, Tiefe: 3 m                    Eriyadhu, Nord-Male-Atoll, 1990

Fahnenschwänze, Seite 39

Größe: 35 cm, Tiefe: 9 m                       Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1993

Zackenbarsche, Seite 41