Handbuch der Malediven

Stachelhäuter


Klasse: Seesterne - Asteroidea (Teil 2)


Warzenseestern - Gomophia sp.

E: starfish

Malediven Seestern Walzenseestern Choriaster granulatus

Durchmesser: 10 cm, Tiefe: 2 m,                   Angaga, Ari - Atoll, 1996

Der z

Rotfleckenseestern - Leiaster coriaceus Gray, 1840

E: starfish

Malediven Seestern Kissenseestern

Durchmesser: 20 cm, Tiefe: 1 m                      Angaga, Ari - Atoll, 1996

Malediven_Seesterne_Kissenstern

D

Gelber Rundarmseestern - Linckia guildingi Gray, 1840

E: Yellow starfish

Malediven Seestern Walzenseestern

Durchmesser: 20 cm, Tiefe: 2 m            Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1986

Dieser einfarbig gelbe Rundarmseestern wird von Spitze zu Spitze gemessen 25 cm groß und ist auf den Malediven sehr häufig und überall zu finden. Seine Farbe ist ein fahles gelb bis beige und manchmal schimmert er leicht rosa. Seine Oberfläche ist porig und er faßt sich irgendwie trocken an.

In der Literatur steht, er lebe mit einer kleinen Garnele zusammen, die auf seinen Armen wohnt und als Periclimenes soror identifiziert ist. Diese wird nur einen Zentimeter groß und hat sich obendrein noch mit der gleichen Farbe getarnt. Stimmt das wirklich? Oder schreibt man nur von einander ab?

Also Brille auf, den Apparat mit der Macrolinse gegriffen und rein ins Wasser. Einen 1 cm großen Krebs auf einem Seestern den man noch dazu in die Hand nehmen kann, sollte sich fotografieren lassen. Nach 2 Stunden im Wasser vor Angaga folgende Bilanz: 19 Rundarmseesterne, vorsichtig untersucht, 18 gelbe und den einzigen blauen. Ergebnis: negativ. Alle Rundarmseesterne um Angaga im Jahre 1996 müssen leider entgegen der Literatur ohne Partnergarnele auskommen. Rundarmseesterne sind schon ab Tiefen von einem oder zwei Meter am Riffdach zu finden.

Malediven_Seesterne_Kissenstern
Malediven_Seesterne_Kissenstern

Blauer Rundarmseestern - Linckia laevigata (Linné, 1758)

E: Blue starfish

Malediven Seestern Walzenseestern

Durchmesser: 30 cm, Tiefe: 1 m                         Angaga, Ari - Atoll, 1996

Die Farbe dieser Art leuchtet so unwirklich im Riff wie die grausamen Cocktails an den Bars der maledivischen Inseln. Im Gegensatz zu ihren gelben Artgenossen werden sie mit 20 cm Durchmesser nicht ganz so groß. Sie sind aber bei weitem seltener.

Auch sie sollen von der gleichen Garnelenart wie die Gelben Rundarmseesternen bewohnt werden, hier natürlich blau gefärbt. Kommt einem da nicht der teuflische Gedanke, beide Garnelen zu vertauschen? Es wäre interessant zu beobachten, ob sie die Farbe wechseln können und wie lange es dauert oder ob sie, optisch enttarnt, sofort Freßfeinden zum Opfer fallen, was wohl wahrscheinlicher ist.

Roter Seestern - Leiaster speciosus Von Martens, 1866

E: Red starfish

Malediven Seestern Walzenseestern

Durchmesser: 30 cm, Tiefe: 1 m                     Angaga, Ari - Atoll, 1996

Dieser Seestern sieht aus wie der Gelbe Rundarmseestern mit einer anderen Färbung. Im Gegensatz zu diesen ist er aber nachtaktiv. Der Seestern im Bild kam kurz nach Einbruch der Dunkelheit direkt an der Wasseroberfläche aus der Mauer des Anlegers von Kuredu ziemlich aggil herausgekrochen.

Die Arme des Roten Seesterns sind zylindrisch und kreisrund im Durchmesser. Sie leben einzeln über festem Untergrund. Sie sind selten geworden. Die letzte Begegnung: 1996.

Vorkommen: In gesamten Indopazifik bis Japan und Australien.

Kometenstern - Linckia multifora (Lamarck, 1816)

E: Comet starfish

Malediven Seestern Walzenseestern

Durchmesser: 15 cm, Tiefe: 2 m               Vilamendhoo, Ari - Atoll, 1997

Kometenstern haben ihren Namen von ihren von Feinden abgebissenen oder zur vegetativen Fortpflanzung abgeschnürten Armen. Wenn die Körperscheibe kurze, nachwachsende Arme und noch einen langen, unbeschädigten Arm hat, sehen sie aus wie Kometen. Rund ein Jahr benötigen die Arme um wieder nachzuwachsen. Es ist der häufigste Seestern auf den Malediven. Er ist so oft zu sehen, weil er nicht in Deckung geht und auch am Tage zu sehen ist.

Er lebt auf allen Arten von Untergründen und kriecht auch auf toten Korallen herum. Er kann Algen als Nahrung ebenso verwerten wie Kleintiere und Detrius. Es gib ihn am Riff mit 1 - 7 Armen vom Flachwasser bis in 40m Tiefe.

Vorkommen: Vom Roten Meer bis Hawaii, im gesamten Indopazifik.

Malediven_Seesterne_Kissenstern
Malediven_Seesterne_Kissenstern
Malediven_Seesterne_Kissenstern
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Malediven Seestern Walzenseestern

Galateaseestern - Nardoa galatheeae (Lütken, 1864)

E: starfish

Malediven Seestern Walzenseestern

Galatheaseestern
Nardoa galatheae (Lütken, 1864)
Durchmesser: 30 cm, Tiefe: 1 m, Angaga, Ari - Atoll, 1996

Dieser hübsch gezeichnete Galatha- oder auch Brauner Maschenseestern ist ziemlich selten. Normalerweise halten sich Seesterne nicht, wie auf dem großen Bild zu sehen ist, auf lebenden Korallen auf, natürlich mit der Ausnahme der Dornenkronen, die ja vom Aussaugen gerade dieser leben. Verschämt bekennt sich der Fotograf dazu, ihn der besseren Wirkung wegen dort hingelegt und versichert, ihn an den Fundort zu rückgebracht zu haben.

Das er auch noch auf Sand und obendrein mit nur vier Armen gefunden wurde (kleines Bild), ist schon ungewöhnlich.

Malediven_Seesterne_Kissenstern

Sehr selten gab es das schöne Tier das zwischen 1 und 40 Metern einst die Riffe bewohnte. Da er sich sexuel Fortpflanzt, gibt es fast nur fünfarmige Seestern. Das der hier nur 4 Arme hat ist eine kleine Sensation.

Vorkommen: Vom Roten Meer bis Hawaii, im gesamten Indopazifik.

Ordnung der Stachelsterne - Spinolosa,

Familie der Dornenkronen - Acanthasteridae

Dornenkrone - Acanthaster planki (Linneaeus, 1758)

E: Crown - of - thorn starfish

Malediven Seestern Walzenseestern

Durchmesser: 30 cm, Tiefe: 1 m, Dhigufinolhoo, Süd - Male - Atoll, 1991

Malediven Seestern Walzenseestern

Durchmesser: 40 cm, Tiefe: 2 m,                     Angaga, Ari - Atoll, 1996

Dornenkronen haben einen schlechten Ruf. Schließlich haben sie auf hunderten von Kilometern die Korallen des Great Barriere Reef ausgesaugt und obendrein sind sie auch noch ziemlich gefährlich. Sie haben 9 - 23 Arme, die auf der Oberseite mit Stacheln besetzt sind, die mit einem giftigen Schleim ummantelt sind. Verletzt man sich an den Stacheln, z.B. am Finger, fühlt sich der ganze Arm taub an. Die Stichwunde schmerzt höllisch, ja es kann zu Übelkeit und Erbrechen kommen und die Wunde heilt schlecht. Es gibt sie in vielen, oft leuchtenden, ja irisierenden und ausgesprochen schönen Farb - und Mustervariationen. Ausgewachsen erreichen sie einen Durchmesser von 35 cm.

Ihr einziger Feind ist das Tritonshorn (Charonia tritonis). Nur weil Touristen das attraktive Schneckengehäuse so schätzen, soll es in Australien zu dieser massenhaften Vermehrung gekommen sein. Bestimmt ist das nur ein Teil der Wahrheit. Auf den Malediven sind die Dornenkronen auf den meisten Touristeninseln noch selten. Das Tritonshorn übrigens auch. Auf Inseln, wo die Dornenkronen waren, wie z. B. auf Angaga, hat sich das Riff erstaunlich schnell wieder erholt. Es gibt zwar immer noch viele Dornenkronen auf Angaga - ich habe 1996 bei einer Umrundung der Insel 40 Stück gezählt ohne groß zu suchen - richten z. Z. aber keinen großen Schaden an.

Warum die Dornenkronen zu gewaltigen Populationen heranwachsen, ist genauso wenig geklärt, wie die Tatsache des plötzlichen Rückganges und Zusammenbruchs der Population. Dornenkronen fressen ganze Riffabschnitte kahl indem sie ihre Mägen über die Korallen stülpen und sie aussaugen.

Sie sind erstaunlich agil und können sich auf ihren sehr großen Saugfüßen für Seesterne schnell vorwärtsbewegen und sich mühelos wieder aufrichten wenn man sie umdreht.

Eine Bekämpfung etwa durch Absammeln ist sinnlos. Ein Zerschneiden mit dem Tauchermesser läßt aus fast jedem Teil wieder eine neue Dornkrone entstehen. Die Regenerationsfähigkeit ist enorm.

Vorkommen: Gesamter Indopazifik, samt Randmeeren bis nach Hawaii.

Malediven Seestern Walzenseestern

Durchmesser: 20 cm, Tiefe: 1 m,                      Angaga, Ari - Atoll, 1996

Bild oben: Die weißen Stellen der Acroporakoralle hat diese Dornenkrone schon ausgelutscht.
Bild unten: Die Unterseite einer Dornenkrone mit den vielen großen Saugfüßen.

Malediven Seestern Walzenseestern

Durchmesser: 35 cm, Tiefe: 2 m, Angaga, Ari - Atoll, 1996

Ab hier wird hart gearbeitet...... Dia wird gesucht!

Nagelseestern -

E: starfish

Malediven Seestern Walzenseestern

Bild ist nur Platzhalter ! Nagelseestern Mithrodia clavigigera????

Seine Körperscheibe ist so klein, dass die fünf zylindrischen Arme im Ansatz dünner sein müssen, um heranzupassen. Die langen Arme haben an der Seite und teilweise auch in der Mitte konische, weit auseinander liegendende, in Reihen angeordnete Dornen. Seine gelblichen bis braunen Punkte sind unregelmäßig. Diese Art ist nachtaktiv und frißt alles organische und, wenn er sie erbeuten kann, kleine Tiere.

Diese Art ist recht selten zu sehen. Tagsüber versteckt in den Spalten unter den Korallen sind sie kaum auszumachen. Ihre bevorzugte tiefe am Riff liegt zu dem so um 10 m.

Vorkommen: Indopazifik, Rotes Meer

Seesterne Seite 132

Schlangensterne Seite 134

Seite 133

Warzenseestern Gomophia sp.

Durchmesser: 40cm, Tiefe: 6 m            Kuredu, Fadiffollu - Atoll, 1998

Dornenkrone - Acanthaster planci (Linnaues, 1758)

Dornenkrone - Acanthaster planci (Linnaues, 1758)

Kometenstern - Linckia multifora (Lamarck, 1816)

Roter Seestern - Leiaster speciosus Von Martens, 1866

Blauer Rundarmseestern - Linckia laevigata (Linné, 1758)

Gelber Rundarmseestern - Linckia guildingi Gray, 1840

Rotfleckenseestern - Leiaster coriaceus Gray, 1840