Handbuch der Malediven

Unterklasse Achtstrahlige Korallen - Octocorallia


Ordnung der Orgelkorallen - Stolonifera


Malediven Hirnkoralle

Matten-Lederkoralle, ca 20 m  Lagune vor Magala, Ari.Atoll, 1994

Die Polypen wohnen in einzeln stehenden, meist herrlich roten Röhren, die nicht miteinander verbunden sind. Damit unterscheiden sie sich stark von den Bauplänen der anderen achtstrahligen Korallen. Bis vor kurzem wurden sie den Lederkorallen zugerechnet. Nicht sehr Artenreich.

Systematik: Unterklasse der Achtstrahligen Kkorallen - Octocoralina

Deutsch

Latein

Englisch

Reich 

Hohltiere

Radiata

Radiata

Abteilung

Gewebetiere

Eumetazoa

Stamm

Nesseltiere

Cnidaria

Klasse

Blumentiere

Athozoa

Unterklasse

Achtstrahlige Korallen

Octocorallia

Ordnung

Orgelkorallen

Scleractinia

.

Familie

Orgelkoralle

Clavvulariidae

Oragan Pipe Corals

Art

Orgelkoralle

Tubipora musica

Oragan Pipe Coral

Ordnung

Wurzelkorallen

Telestacea

Oragan Pipe Corals

Ordnung

Lederkorallen

Alcyonaria

Soft Corals

Familie

Lederkorallen

Alcyoniidae

Soft Corals

Art

Faltige Lederkoralle

Lobophytum sp.

Soft Coral

Art

Troglederkoralle

Sacrophyton trocheliophorum

Soft Coral

Art

Lederkorallen

Sacrophyton sp.

Soft Coral

Art

Fingerlederkoralle

Sacrophyton sp.

Compressed leather coral

Art

Mattenlederkoralle

Sinularia cf. gibberosa

Soft Coral

Ordnung

Rindenkorallen

Gorinaria

Corals

Art

koralle

Favia

coral

Art

koralle

Favia

coral

Art

koralle

Favia

coral

Art

koralle

Favia

coral

Art

koralle

Favia

coral

Art

koralle

Favia

coral

Ordnung der Orgelkorallen - Scleractinia

Orgelkoralle - Tubipora musica Linneaeus, 1758

E: Organ pipe coral

Foto_Malediven_Korallen_Robuste/Koralle

Durchmesser: ca. 20 cm, Tiefe: 2 m         Vilamendhoo, Ari - Atoll, 1997

Orgelkoralle - Tubipora musica Linneaeus, 1758

Wurzelkoralle - Telestacea

E: coral

Malediven-Lederkoralle

Durchmesser: ca. 30 cm, Tiefe: 2 m                  Angaga, Ari - Atoll, 1996

Lederkorallen dieser Gattung bilden je nach Standort und Lichteinfall die unterschiedlichsten Wuchsformen aus. Die einzelne Koralle mag bis zu einem halben Meter hoch werden und einen Durchmesser von 80 cm erreichen. Ihr wellenförmig gefalteter gelbgrüner Körper bietet durch die große Oberfläche Platz für viele Korallenpolypen.

Diese sind auch schon mal am Tage geöff­net. Die kleinen achtstrahligen Polypen sind weißlich und sitzen an einzelnen kurzen Stielen, was in der Mitte des obigen Fotos gut zu erkennen ist. Die Koralle benötigt für ihr schnelles Wachs­tum immer volles Sonnenlicht, wächst deswegen nicht unterhalb von 10 m.

Oft bedecken viele Tiere viele Quadratmeter des Riffes. Auf der Oberfläche verankern sich manchmal die Rippenquallen der Gattung Coeloplana. Die Quallen sind zwar nur 3 cm groß, fi­schen aber mit ihren oft mehr als einen Meter langen durchsichti­gen Tentakel die Umgebung nach Plankton ab.

Vorkommen: Alle tropischen Meere.

Lederkoralle - Sacrophyton süp.

E:Soft coral

Malediven-Lederkoralle/Koralle

Durchmesser: ca. 30 cm, Tiefe: 2 m    Ari Beach, Ari - Atoll, 1992

Lederkoralle - Sacrophyton sp.

Diese stark zusammengezogene Lederkoralle taucht in jedem Buch als eigenständige Art auf, aber nirgens ist sie genau bestimmt. Sie wird als seltene Art beschrieben und scheit nur von den Produkten der Zooxantellen zu leben und keine Tentakel auszustrecken um selber aktiv nach Plankton zu fischen.

Vorkommen: Indopazifik, Mikronesien.

Fingerlederkoralle - Sacrophton sp.

E: coral

Lederkorallen breiten sich wie ein Leichentuch über abgestorbenen Blöcken von Steinkorallen aus. Anfang der Achtziger Jahre existierte auf Kuramathi, 50 m von der ersten Barder Insel ent­fernt, ein wunderbares kleines Hausriff mit vielen Korallen. Dort gaukelten viele Falterfische herum und es gab Korallenwächterbarsche und Blennies. Die Küche kochte für 40 Touristen und 60 Einheimische. Das Abwasser wurde in die Lagune eingeleitet und das Riff vertrug es.

Dann kochte sie irgendwann für 1000 Leute und das Riff ist von üppig wuchernden Lederkorallen überzogen und das quirlige Leben hat sich verzogen. Das Hausriff ist schon lange tot und nur noch die wulstigen, braunen Lederkorallenhaben noch 2 oder 3 Jahre überlebt. Jetzt gibt es dort keine einzige Lebensformen außer schmieriger Algen mehr.

Vorkommen: Alle tropischen Meere.

Vielfingire Lederkoralle - Sinularia polydacttyla (Ehrenberg, 1834)

Auch diese Lederkoralle stellen keine großen Ansprüche an die Wasserqualität. Sie überziehen abgestorbene und in der Abwehr geschwächte Korallenblöcke mit geduckten, weitläufigen Kolonien im Flachwasser an den Inseln. Sie bilden stark gestauchte, lappenartige Wülste mit kleinen Polypen aus. Es gibt viele Arten und Farbvariationen. Der Stamm so einer Kolonie ist fast nie zu sehen. Er ist kurz und gedrungen und frei von den kleinen Polypenkelchen. Die fingerartigen Auswüchse haben unterschiedliche Durchmesser und Längen. Die Farben sind sehr unterschie­lich und werden von den Zooxanthellen in den Geweben der Koralle bestimmt, die wiederum von den Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Sauerstoff- und Salzgehalt und Wassertiefe abhängig sind.

Dort, wo Lederkorallen wachsen, ist nie so viel Leben zu beobachten, wie an allen anderen, versteckreichen und zerklüfteten Korallen. Es sind keine Pinzettfische da, die mit ihrer langen Schnauze in Spalten nach Garnelen stöbern, keine bunten Falterfische, die versuchen, Polypen abzuzupfen. Das Wasser um große Le­derkorallenkolonien ist frei von anderen Le­bewesen, abgesehen von kleinen Ruderfußkrebsen, die gerne auf ihnen leben.

Vorkommen: Rotes Meer, Indopazifik.

Mattenlederkoralle - Sinularia cf. gibberosa Tixier-Durivault, 1970

E: Soft oral

Diese Koralle im flachen Wasser hinter dem Riffdach bestand aus fünf einzelnen Induvidien. Die beiden hinteren davon habe ich kurz vor dem Fotografieren durch leichtes Berühren mit der Han­fläche zum totalen Einziehen der Korallenpolypen gebracht. Anders sind die Grenzen der Koloni­en nicht zu erkennen.

Weichkorallen sind schlauchartige Gebilde. Ein innerer Wasserdruck, den spezielle Polypen steu­ern und erzeugen, gibt ihnen, neben Kalkskleriten, den nötigen halt. Durch Aufnahme von Was­ser können die Korallenkolonien ihre Formen stark verändern. Am Tage erscheinen sie zusam­mengesunken. Nachts, wenn sie die Tentakeln nach Plankton ausstrecken, sind sie besonders prall gefüllt. Über ein inneres Röhrensystem versorgen die Plankton fangenden Fresspolypen die anderen mit.

k

E: star coral

Durchmesser: ca. 30 cm, Tiefe: 1 m         Ari-Beach, Ari - Atoll, 1992

koralle

Die Kora

P Me, 1851

E: coral

-

B - He

E: coral

Bumerangkoralle

25 Ar

.

k S

E: Bowl coral

Porenkorallen Seite 113

Blaue Koralle, Seite 115

Octocorallina

Die Polypen der hier zusammengefassten Korallen haben alle acht gefiederte Tentakel mit denen sie nach Plankton fischen. Der Magenraum ist durch acht Längswände in acht gleich Kammern geteilt. Sechs Ordnungen sind in dieser Unterklasse zusammengefasst.

Ordnung Orgelkorallen-Stolonifera

Ordnung Wurzelkorallen-Telestacea

Ordnung Lederkorallen-Alcynaria

Ordnung Rindenkorallen-Gorgonaria

Ordnung Blaue Korallen-Helioporacea

Ordnung Seefedern-Pennatulacea

Ordnung der Wurzelkorallen - Telestacea

Derzeit ist im Archiv kein Bild der Wurzelkorallen zu finden.

Ordnung der Lederkorallen - Alcyonaria

Alcyonacea

Die Ordnung der Alcyonacea fasst die Familien der Leder-, Weich- und Pumpkorallen zusammen. Wie viele Arten von ihnen existieren, lässt sich der Literatur nicht genau entnehmen - es dürften aber um die 800 sein. Millionen Jahre vorher muß die Artenvielfalt den Fossilien Funden nach noch um einiges größer gewesen sein.

Die Bestimmung ist sehr schwierig. Sicher sind sie nur im Labor anhand der unterschiedlichen Kalknadeln, den Skleriten, im Gewebe zu unterscheiden. Alle Korallen dieser Ordnung haben kein richtiges Kalkskelett. Die fleischigen, lederartigen Ko­rallen werden im Inneren von winzigen Kalknadeln gestützt. Sie lassen bei den eigentlichen Le­derkorallen das Gewebe recht robust und stabil werde, während andere Arten so weich sind, dass sie zum vollen Entfalten immer einen inneren Wasserdruck benötigen. Diese Korallen sind fast durchsichtig und sind unter dem Begriff Weichkorallen zusammengefasst.

Faltige Lederkoralle - Lobophytum sp.

E: Organ pipe coral

Durchmesser: ca. 50 cm, Tiefe: 1 m              Angaga, Ari - Atoll, 1996

Malediven-Lederkoralle

Troglederkoralle - Sacrophyton-trocheliophorum Marenzeller, 1886

E: Leather coral

Troglederkoralle Sacrophyton trocheliophorum Marenzeller, 1886

Hier sind die Familien der Leder-, Weich- und Pumpkorallen zusammengefasst, von denen die Lederkorallen oft große Riffabschnitte auf den Malediven bedecken. Diese Ordnung hat über 800 Arten.

Faltige Lederkoralle - Sacrophyton sp.

.

Malediven-Lederkoralle

Durchmesser: ca. 30 cm, Tiefe: 2 m           Angaga, Ari - Atoll, 1996

Malediven-Lederkoralle

Durchmesser: ca. 30 cm, Tiefe: 2 m              Angaga, Ari - Atoll, 1996

Malediven-Lederkoralle/Koralle
Malediven-Lederkoralle/Koralle

Durchmesser: ca. 80 cm, Tiefe: 1 m         Angaga, Ari - Atoll, 1996

Durchmesser: ca. 50 cm, Tiefe: 1 m             Angaga, Ari - Atoll, 1996

Fingerlederkoralle - Sacrophyton sp.

E: Compressed leather coral

Malediven-Lederkoralle/Koralle
Malediven-Lederkoralle/Koralle

Durchmesser: ca. 30 cm, Tiefe: 2 m               Angaga, Ari - Atoll, 1996

Durchmesser: ca. 30 cm, Tiefe: 2 m       Angaga, Ari - Atoll, 1996

Vielfingire Lederkoralle - Sinularia polydacttyla (Ehrenberg, 1834)

Malediven-Lederkoralle/Koralle

Durchmesser: ca. 100 cm, Tiefe: 1 m                Angaga, Ari - Atoll, 1996

Ordnung                    Gorgonaria                  Rindenkorallen            ab Seite 712

In 2 Unterordnungen gibt es hier ungefähr 1200 Arten. Hier sind die großen sich in der Strömung hin und her wiegenden Fächer wie die Gorgonien zu finden.

Ordnung                    Pennatulacea               Seefedern             ab Seite 719

Seefedern stecken tagsüber tief im Sand und strecken nur nachts ihre achtfiedrigen Tentakel zum Planktonfang ins Wasser. Von den 300 Arten werden manche über zwei Meter hoch. Dann bestehen sie aus ungefähr 40.000 Polypen. Sie haben alle Weltmeere erobert und fühlen sich auch noch in 5.000 Meter Tiefe wohl.

Mit diesen Ordnungen wären dann 6500 Arten der Blumentiere, der Antozoa, angesprochen. Im Stamm der Nesseltiere, der Cnidaria, fehlen nur noch die zwei Klassen

Klasse                          Hydrozoa                  Hydratiere, Polypen

Klasse                          Scypozoa                  Schirm- und Scheibenquallen

Malediven-Lederkoralle/Koralle

Durchmesser: ca. 70 cm, Tiefe: 2 m            Angaga, Ari - Atoll, 1996

Malediven-Lederkoralle/Koralle

Ausdehnung ca. 10 qm                                   Magala, Ari-Atoll, 1993

Mattenlederkoralle - Sinularia cf. gibberosa Tixier-Durivault, 1970

Die Kora

Malediven-Lederkoralle/Koralle
Malediven-Lederkoralle/Koralle

Wie die Mattenlederkoralle - Sinularia cf. gibberosa bedeckten früher Lederkorallen ganze Riffabschnitte. Wassererwärmung und - verschmutzung haben in den letzten 15 Jahren Lederkorallen selten gemacht.

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Die Korallen der Malediven