Handbuch der Malediven

Seite 33

Fische der Malediven


Ordnung der Schleimkopfartigen - Beryciformes


Foto_Malediven_Hornhechte

Diese Ordnung umfasst mindestens 10 Familien. Es sind kleine und sehr tief lebende Fische von oft skurrilem Aussehen mit großen Augen. Die Fische einer Familie sehen durch Form und Anordnung der Schuppen tatsächlich aus wie Tannenzapfen und sie heißen auch so. Aber all die Arten der Familie der Tannenzapfenfische Monocentridae und der Familie der Laternenfische Anomtopidae leben ziemlich tief: die ersteren zwischen 20 - und 200 m und die anderen zwischen 7 - und 25 m und werden nur unter 10 cm groß.

Nur die Familie Holocentridae ist auf den Malediven häufig zu sehen. Sie unterteilen sich in 2 Unterfamilien: die Soldaten- und Husarenfische, den Myripristinae und den Holocentirinae, zusammen etwa 60 Arten. Diese Familie wird hier als einzige beschrieben.

Ein Großdornhusar Sargocentron soiniferum im Morgenlicht im Rasdookanal

Größe: 10 cm, Tiefe: 3 m       

Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1988

Systematik

Schleimkopfartige - Beryciformes

Deutsch

Latein

Englisch

Dhiveli

Französisch

Japanisch

Ord: 

Schleimkopfartige

Beryciformes

Swabellies

Raiverimas

Marignan

Fam

Soldaten- und Husarenfische

Holocentridae

Squirrelfishes

Raiverimas

Marignan

Ufam

Husarenfische

Holocentrinae

Squirrelfishes

Raiverimas

Marignan

Gat

Neoniphon

Art

Silberhusar

Neoniphon argenteus

Clearfin squirrelfish

Raiverimas

Marignan tacheté

Hoso-ebisu

Art

Schwarzflossenhusar

Neoniphon opercularis

Blackfin squirrelfish

Raiverimas

Marignan qile noir

Itirguro-ittudai

Art

Blutfleckhusar

Neoniphon sammara

Sammara squirrelfish

Raiverimas

Marignan

Ukeguchi-ittudai

Gat.

Sargocentron

Art

Silberfleckhusar

Sargocentron caudimaculatum

Silverspot squirrelfish

Raiverimas

Marignan rouge et argent

Kurakake-ebisu

Art

Diademhusar

Sargocentron diadema

Crown squirrelfish

Raiverimas

Marignan lion-parasol

Niji-ebisu

Art

Großdornhusar

Sargocentron soiniferum

Sabre squirrelfish

Raiverimas

Marignan sabre

Togri-ebisu

Art

Violetter Husar

Sargocentron violaceum

Violet squirrelfish

Raiverimas

Marignan violacé

Sumire-ebisu

Ufam

Soldatenfische

Myrispristinae

Soldiers

Gat.

Myrispristis

Art

Bronzener Soldatenfisch

Myrispristis adusta

Shadowfin soldierfish

Bureki

Marignan ombré

Tsumagguro-ma.

Art

Großschuppen-Soldatenfisch

Myrispristis berndti

Blotcheye soldierfish

Loabodu bureki

Marignan

Akamatasukas

Art

Weißsaum-Soldatenfisch

Myrispristis murdjan

Pinecone soldierfish

Dhan bodu

Marignan pomme de pin

Yogure-matasu.

Art

Violetter Soldatenfisch

Myrispristis violacea

Lattice soldierfish

Vailet dhanbod

Marignan violacé

Seguro-matasu.

Art Teufelssoldatenfisch Myrispristis vittata Immaculate soldierfish Dhan bodu Marignan vair

Beni-matasukas

Foto_Malediven_Hornhechte

Größe: 20 cm, Tiefe: 4 m                      Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1988

Ein Bronzener Soldatenfisch Myristis adusta und ein mißmutiger Großdornhusar Sargocentron spiniferum warten auf die Eröffnung der Jagd in der Nacht unter schönen Korallen - die großen Augen sind nichts fürs Tageslicht.


Familie: Soldaten- und Husarenfische - Holocentridae


Soldatenfische und Husarenfische (sie heißen im Englischen Squirrelfishes und werden deswegen auch Eichhörnchenfische genannt) sind klein bis mittelgroß und haben große, weit vorne stehende Augen, die sie als nachtaktive Tiere ausweisen. Das Maul ist im Verhältnis zur Körpergröße recht groß und mit scharfen Zähnen bestückt. Viele Arten sind rot gefärbt und die Schuppen sind deutlich zu sehen. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist die große, mit der Afterflosse symmetrisch angeordnete, 2. Rückenflosse und ein ebenfalls symmetrisch gegabelter Schwanz.

Soldatenfische, Myripristinae, haben einen stumpfen Kopf und einen kurzen Körper und viele Arten sind rot ohne Längsstreifen. Sie leben von Zooplankton, scheinen aber wählerisch zu sein. In ihren Mägen werden vorwiegend Larven von Krebsen gefunden, die sie im freien Wasser zur Nachtzeit erbeuten. Soldatenfische sind in 5 Gattungen untergliedert.

Husarenfische, Holocentirinae, dagegen haben 3 Gattungen, sind meist gestreift und haben einen kräftigen, nach hinten gerichteten Kiemenstachel, der bei einigen Arten obendrein noch giftig ist. Sie suchen sich ihre Nahrung ebenfalls Nachts am Boden und bevorzugen Würmer, Krebse und kleine Fische.

Alle 60 Arten dieser Familie scheinen sich mit ihren Artgenossen verständigen zu können. Es wird von den unterschiedlichsten Geräuschen berichtet, die mehr als nur ein Warnsignal bedeuten sollen. Sie sind am Tage unter den Korallen verborgen. Der Husarenfisch Neoniphon opercularis, Schwarzflossen - Husar, stellt, wenn er dort gestört wird, seine Rückenflosse abwehrbereit wie ein Kamm auf und die roten Soldatenfische sind ebenfalls unter den Korallen überall zu sehen und an den großen Augen gut zu erkennen. Man traut ihnen die Schnelligkeit, mit der sie nachts durch den Lichtkegel der Taschenlampe huschen, gar nicht zu.

Die Arten beider Unterfamilien leben in den tropischen Meeren.

Silberhusar Neoniphon argentus (Valenciennes, 1831)

E: Clearfin squirrelfish, F: Marignan tacheté, J: Hoso-ebisu, D: Raiy thiki raiverimas

Foto_Malediven_Hornhechte

Größe: 12 cm, Tiefe: 3 m                   Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

Silberhusar Neoniphon argentus

Diese Gattung umfasst 5 Arten von denen eine nur im Atlantik lebt. Von den 4 Arten des Indopazifik sind 3 Arten hier beschrieben. Als einziger hat der Silberhusar in der Rückenflosse keine schwarze Zeichnung, die wie bei den anderen Arten wie ein aufgerissenes Maul wirken kann.

Seine Rückenflossenstrahlen sind lang und immer aufgerichtet, wenn man sich ihm nähert. Sein Körper ist silbrig, die Schwanzflosse stark gegabelt. Er ist recht selten, vielleicht auch weil er normalerweise mit 15 - 50 m ziemlich tief an den Riffen lebt. Die bis 24 cm groß werdenden Husarenfische leben von Plankton und von kleinen Krebsen und Fischen.

Vorkommen: Im westlichen Teil des Pazifik. Im Indischen Ozean scheint er Inselgruppen wie die Seychellen, die Malediven, die Laccadiven, Chagos zu bevorzugen.

Schwarzflossenhusar Neoniphon opercularis (Valenciennes, 1831)

E: Blackfin squirrelfish, F: Marignan aile noire, J: Hireguro-ittoudai, D: Raiy thiki raiverimas

Foto_Malediven_Hornhechte

Größe: 20 cm, Tiefe: 5 m                    Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

Schwarzflossenhusar Neoniphon opercularis

An Riffen mit vielen Korallen zur Seeseite hin waren diese auffallenden Husarenfische an jeder Malediveninsel zu finden. Unter diesen Korallen verdämmern sie den Tag. Nachts streifen sie über den Boden und suchen Würmer und Krebse. Einmal habe ich beobachtet, wie sie kleinen Kardinalfischen nachstellten. Sie fressen also auch Fische, wenn sie sie nur erbeuten können.

Seine wie doppelt aussehende und auffällige, kammartige Rückenflosse sieht aus wie zwei Reihen scharfer Zähne. Die weiß hervorgehobenen Spitzen vor dem schwarzen Hintergrund wirken gefährlich und werden wie zur Warnung ruckartig aufgestellt wobei sich der Fisch mit seiner Breitseite zum vermutlichen Angreifer ausrichtet und nicht, wie alle anderen, sich zur Flucht mit dem Kopf weg aufstellen. Dieser Fisch wird 35 cm groß und lebt in flachem Wasser nicht tiefer als 20 m.

Die Gattung hat durch Randall & Heemstra erst 1985 einen neuen Namen bekommen. Die beiden wiesen nach, dass der bis dahin geltende Gattungsname Flammeo Jordan & Evermann, 1898 schon 13 Jahre früher in der Literatur beschrieben wurde und somit jetzt Neoniphon Castelnau, 1875 heißen muss.

Vorkommen: Zwischen Ostafrika und den Malediven. Nicht im Roten Meer.

Blutfleckhusar Neoniphon sammara (Forsskål, 1775)

E: Sammara squirrelfish, F: Marignan tacheté, J: Ukeguchi-ittoudai, D: Raiy thiki raiverimas

Foto_Malediven_Soldatenfische04

Größe: 15 cm, Tiefe: 4 m                Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 1998

Blutfleckhusar Neoniphon sammara

Foto_Malediven_Soldatenfische04

Die Körper dieser Art ist im Gegensatz zu den vorher beschriebenen Schwarzflossen - Husar nicht mit deutlichen Schuppen sondern mit Streifen gezeichnet, vor allem bei dem mit 32 cm erwachsenen Fisch unten. Bei dem Jungtier oben ist deutlich ein dunkelroter Fleck auszumachen, der wie angetrocknetes Blut aussieht. Ihn kann man auch am Tage am Riff begegnen. Er ist dann allerdings inaktiv und erst in der Nacht geht er auf die Jagd nach allem kleinen Getier und nach größeren Plankton. Er hält sich auch gerne in kleinen Schulen auf.

Vorkommen: Häufigster Fisch dieser Gattung im Indopazifik.

Größe: 15 cm, Tiefe: 3 m

Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1984

Silberfleckhusar Sargocentron caudimaculatum (Rüppell, 1838)

E: Silverspot squirrelfish, F: Marignan rouge et argent, J: Kurakake - ebisu, D: Asdhaanu raiverimas

Foto_Malediven_Soldatenfische06

Größe: 50 cm, Tiefe: 0.5 m                   Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1984

Silberfleckhusar Sargocentron caudimaculatum

Zugegeben: er ist beim Schnorchel oder Tauchen nicht so ohne weiteres zu identifizieren. Dazu gibt es viel zu viele gleichaussehende rote Fische. Erst zuhause auf dem Foto nach langem suchen sind die meistem dieser Husare zu bestimmen. Geschlechtsunterschiede sind in dieser Familie äußerlich nicht zu sehen. Die Männchen sind etwas größer als die Weibchen. Gerne halten sie sich in kleinen Schulen auf.

Das silbrige Weiß reicht bei manchen Husaren dieser Art über den halben Körper. Seinen Namen hat er von einem silbrigen Fleck (auf dem Foto bei Tageslicht nicht zuerkennen) beiderseits der Schwanzflossenwurzel. Nachts ist er als kleiner roter Punkt besser auszumachen. Sie werden so um die 25 cm groß und leben von benethischen Krustentieren nicht tiefer als 50 m.

Vorkommen: Rotes Meer und Indopazifik bis Tahiti.

Diademhusar Sargocentron diadema (Lacèpede, 1801)

E: Crown squirrelfish, F: Marignan lion - parasol, J: Niji - ebisu, D: Raiverimas

Foto_Malediven_Soldatenfische07

Größe: 50 cm, Tiefe: 0.5 m            Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1984

Diademhusar Sargocentron diadema

Foto_Malediven_Soldatenfische07

Größe: 15 cm, Tiefe: 1 m     Veligandu Hurra, Süd - Male - Atoll, 1990

Dieser Fisch ist äußerst schwer anhand dieser Bilder zu bestimmen. Am verbreitetsten im Indischen Ozean ist zwar diese Art, aber der Sargocentron microstoma sieht genauso aus, nur soll er hier viel seltener - nur auf Chagos ansonsten im Westpazifik vorkommen.

Der Diademhusar wird nur 17 cm groß und lebt in Lagunen und im Riffbereich bis 60 m Tiefe. Auch diese Art ist nachtaktiv und dämmert den Tag über im Schatten von Tischkorallen träge dahin. Nachts ist er ein flinker Räuber und wird häufig beim „Nachtangeln“ kurz nach Sonnenuntergang gefangen. Dann hat er nach dem langen Tag den größten Hunger und beißt nach allem, was ihm vor seine scharfen Zähne kommt.

Vorkommen: Indopazifik.

Großdornhusar Sargocentron spiniferum (Forsskål, 1775)

E: Sabre squirrelfish, F: Marignan sabre, J: Togari - ebisu, D: Raiverimas

Foto_Malediven_Grossdornhusar

Größe: 45 cm, Tiefe: 8 m              Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

Großdornhusar Sargocentron spiniferum

Von der Gattung Sargocentron gibt es 26 Arten. Dieser Großdornhusar ist aber die bei Weitem häufigste Art auf den Malediven.

Mit 50 cm Körperlänge ist er auch die größte Art dieser Gattung. Tagsüber hält er sich im Schatten unter den Korallen oder tief in Höhlen versteckt, wo er oft, wie auf der nächsten Seite zu sehen, in kleinen Gruppen anzutreffen ist. Nachts ist er auf Jagd nach Krustentieren aller Art und nach kleinen Fischen, die nahe am Boden leben.

Sein Kopf und sein Körper sind rötlich, die Flossen gelb bis orange gefärbt. Besonders auffällig ist der „Kussmund“ an der Basis der Brustflosse. Kurz davor ist der kräftig ausgebildete Kiemenstachel auszumachen.

Vorkommen: Rotes Meer und Indopazifik bis Tahiti.

Foto_Malediven_Hornhechte

Die Großdornhusar Sargocentron soiniferum sehen so herzerfrischend traurig aus wenn sie so fragend auf einem zuschwimmen

Größe: 40 cm, Tiefe: 3 m        

Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1988

Foto_Malediven_Grossdornhusar

Größe: 40 cm, Tiefe: 5 m                    Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

Großdornhusare Sargocentron spiniferum warten am Tage unter Korallen auf die Nacht...

Foto_Malediven_Grossdornhusar

Größe: 45 cm, Tiefe: 5 m          Eriyadhu, Nord - Male - Atoll, 1990

...nutzen aber auch die Zeit, sich am Riff von Putzerfischen von Parasiten befreien zu lassen

Violetter Husar Sargocentron violaceum (Bleeker, 1853)

E: Violet squirrelfish, F: Marignan sabre, J: Sumire - ebisu, D: Vailet dhanbodu

Foto_Malediven_Violetthusar

Größe: 25 cm, Tiefe: 2 m           Eriyadhu, Nord - Male - Atoll, 1990

Violetter Husar Sargocentron violaceum

Dieser ausgesprochen schöne Fisch ist am Tage so gut wie nie und nachts auch nur selten zu sehen. Seine großen Schuppen sind deutlich abgesetzt. Ohne Blitzlicht ist seine Körperfärbung eher bräunlich. Seine Flossen tragen einen weißen bis bläulichen Rand. Sie werden max. 45 cm groß und bevölkern die Riffe bis hinunter auf 30 m.

Vorkommen: Im westlichen Indischen Ozean nur bekannt von den Malediven, Chagos, den Laccadiven, den Seychellen und von Aldabar. Westpazifik.

Bronzener Soldatenfisch Myripristis adusta Bleeker, 1853

E: Shadowfin soldier, F: Marignan ombré, J: Tsumagguro - matsukasa, D: Loabodu burecki

Foto_Malediven_Violetthusar

Größe: 35 cm, Tiefe: 5 m                      Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

Bronzener Soldatenfisch Myripristis adusta

Trotz seines grimmigen Aussehens ist der Bronzener Soldatenfisch ein harmloser Planktonfresser. Seine riesigen, weit vorne am Kopf angeordneten Augen, das große Maul und die deutlich zu sehenden Schuppen, sind sein Erkennungszeichen. Endlich mal eine Art, die leicht zu erkennen ist? Nicht ganz. Man muss schon genau hinsehen und die Farbe seiner Schwanzflossenumrandung beachten um ihn nicht mit dem Veilchensoldatenfisch M. violacea zu verwechseln.

Auch er steht tagsüber im Schlagschatten der Korallen oder unter Überhängen. Mit Beginn der Dämmerung kommt er hervor und geht auf Jagd. Dann sollte er an jeder Insel anzutreffen sein. So selten, wie in manchen Büchern beschrieben, ist, bzw. war, er hier nicht.

Der Planktonfresser wird in etwa 32 cm lang und lebt meist in den flachen Gewässern um die Riffe. Tiefer als 30 m ist er noch nicht gefangen oder gesehen worden.

Vorkommen: Gesamter Indopazifik. Nicht im Roten Meer.

Großschuppensoldatenfisch Myripristis berndti Jordan & Evermann, 1903

E: Blotcheye soldierfish, F: Marignan, J: Akamat - sukasa, D: Loabodu burecki

Foto_Malediven_Violetthusar

Größe: 20 cm, Tiefe: 1 m                   Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

Großschuppenspldatenfisch Myripristis berndti

Foto_Malediven_Violetthusar

Größe: 45 cm, Tiefe: 1 m              Eriyadhu, Nord - Male - Atoll, 1990

Eine andere Färbung der Enden seiner Schwanzflosse unterscheidet ihn von seinen Verwandten in dieser Familie. Diese Art war einmal weitverbreitet und war oft unter den vielen kleinen roten Fischen, die beim Nachtangeln zappelnd an Bord gezogen wurden und langsam ersticken weil Moslems nun mal kein Lebewesen selber töten.

Diese Soldatenfische werden 30 cm groß und sie sind selten in so flachem Wasser. Sie sind bis in 50 m Tiefe am Riff zuhause. Obwohl dieses Foto schon von 1987 ist, blieb die Erinnerung an den Ort: Ein paar Meter links neben der alten Bar auf der Lagunenseite kurz vor dem Kanal zwischen Rasdoo und Kuramathi. Nachts gab es hier immer etwas zu sehen. 1999 noch einmal an dieser Stelle: Nur noch der Sand war geblieben. Selbst die große Poriteskoralle war tot, es gab keine Fische, keine Krebse - es gab gar nichts mehr. Echt zum heulen....

Vorkommen: Indopazifik.

Weißsaumsoldatenfisch Myripristis murdjan (Forsskål, 1775)

E: Rinecone soldierfish, F: Marignan pomme de pin, J: Yoqure - matsukasa, D: Dhanbodu

Foto_Malediven_Violetthusar

Größe: 45 cm, Tiefe: 2 m               Eriyadhu, Nord - Male - Atoll, 1990

Weißsaumsoldatenfisch Myripristis murdjan

Es die am häufigsten vorkommende Art der Soldatenfische. Man kann schon einmal einen großen Schwarm vor dem Riff schwimmen sehen. Selten ist er allein unter Korallen zu finden. Wie alle Soldatenfische ist auch er auf Zooplankton spezialisiert. Warum er diese mikroskopisch kleine Nahrung grade nachts suchen soll, ist nirgends nachzulesen. Wie bei allen Fischen, die keine kommerzielle Bedeutung haben und auch nicht im Aquarium gehalten werden können, hat die Forschung nicht grade viel Interesse an den Tag gelegt.

Ausgewachsen erreicht er eine Länge von 60 cm und zwischen 1 und 50 m Tiefe liegt sein Lebensraum.

Vorkommen: Indo-Westpazifik und Rotes Meer.

Veilchensoldatenfisch Myripristis violacea (Bleeker, 1851)

E: Lattice soldierfish, F: Marignan violacé, J: Seguro - matsukasa, D: Vailet dhanbodu

Foto_Malediven_Veilchensoldatenfisch

Größe: 40 cm, Tiefe: 5 m                  Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

Veilchensoldatenfisch Myripristis violacea

Foto_Malediven_Veilchensoldatenfisch

Größe: 35 cm, Tiefe: 3 m              Kuredu, Faddhippolhu - Atoll, 1998

Im Aussehen ähnelt der Veilchensoldatenfisch dem Bronzenen Soldatenfisch. Die Farbe der Flossenränder ist unterschiedlich: beim Ersten sind sie rotorange, beim Zweiten sind sie schwarz. Allerdings ist der hier beschriebene Soldatenfisch schon mal am Tage im freien Wasser vor dem Riff beim Schnappen nach Plankton zu sehen. Beide Arten sind durch ihre gitterförmig angeordneten großen Schuppen hübsch anzuschauen.

Nach dem Auswerten aller Fotos aus vielen Jahren ist sicher, dass die Beobachtungen stimmen: er ist seltener als der Bronzene Soldatenfisch mit der dunklen Schwanzflossenumrandung. Ausgewachsen erreicht er eine Länge von 20 cm und leben auch noch in Tiefen von 50 m.

Vorkommen: Indopazifik.

Teufelssoldatenfisch Myripristis vittata Cuvier, 1831

E: Immaculate soldierlfish, F: Marignan vair, J: Beni - matsukasa, D: Dhanbodu

Foto_Malediven_Violetthusar

Größe: 15 cm, Tiefe: 3 m                   Kuramathi, Rasdoo - Atoll, 1987

Teufelssoldatenfisch Myripristis vittata Cuvier, 1831

Die kleinen Fische dieser ausgesprochen hübschen Art werden nur 15 cm groß. Die Spitzen seiner vielen Flossen sind leuchtend weißblau gefärbt und haben einen großen Kontrast zu dem schönen tiefen Rotorange seines Körpers. Er ist ziemlich scheu und schwer zu fotografieren. Meist hält er sich am Tage wie alle hier beschriebenen Soldaten- und Husarenfische unter Korallen oder in Höhlen auf, schwimmt aber auch in 80 m Tiefe. Er ist leider selten.

Vorkommen: Rotes Meer, der Küste Ostafrikas, den Seychellen, den Malediven bis in den westlichen Pazifik.

Hornhechtartige, Seite 32

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