Iran


Yazd und die Türme des Schweigens


Yazd

Ortschaft am Rand, namenlos. Der Reihenfolge der Bilder nach irgendwo vor Yazd. Die Bilder von Yazd lassen sich nicht finden - oder zuordnen. Schimpfen Sie ruhig!

Mosche von Bam? oder Yazd?

Unheimlich im Morgenlicht

Was fressen die nur und wo bekommen sie Wasser her? Der Hirte sprach leider kein Farsi.


Bam

Isfahan

Iran-Bam
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Die Türme des Schweigens der Zoroatrier

Eine zum Teil rekonstruierte Karawanserei am Rande der Straße auf einer 4000 km langen Reise. Geheimnisvolles, uraltes Persien...

Iran-Bam
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On the road again.

Mitten im Irgenwo

Iran-Bam

Wegbegleiter. Er will ja nur spielen, oder?

Da kommt doch was?

Aha. Schafe.

2000 Jahre v. Chr. gründete Zarathustra, auf persich Zartoscht, eine Religion, den Zoroastrismus. Im alt-persisch heißt Zaotar Prister. Frei übersetzt bedeutet Zarathustra so viel wie "Besitzter des golden Kamels". Als Mohamed 622 nach Chr. den Koran schrieb, konnte er schon auf viele Religionen zugreifen, nicht nur auf das Alte Testament.

Heute hat die Religion der Zoroastrier (oder Zarathustrier) noch ca. 120.000 Anhänger, 20.000 im Iran hier um Yazd herum und die Mehrzahl in Bombay, in Indien. Dort nennen sie sich Parsen, ein Volksstamm der Iraner.

Hier, damals so 7 km südöstlich von Yazd, sind zwei der runden Bestattungstürme der Zoroastrier erhalten (gr. Foto). Heute hat sich Yazd bis an die Türme heran ausgebreitet.

So um 1955 herum verbat die Iranische Regierung aus "Hygenischen Gründen" diese Art der Bestattung. Geier sollen Leichenteile wie Finger über der Stadt verloren haben.

Bestimmt nicht von Anfang an, aber im Laufe der Jahrtausende setzte sich ein fast unheimlich zu nennender Bestattungsritus durch. Sie überließen ihre Toten den Geiern und den aasfressenden Hunden.

Den Zoroastrier sind die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft heilig und keines darf durch die Toten verunreinigt werden.

Farahavar

Es ist das Symbol der Zoroastrier. Es stellt die menschlichen Seele vor der Geburt und nach den Tod dar. Die Zahl Drei spielt in der Religion eine große Rolle.

Im Avesta, dem heiligen Buch des Zoroastrismus steht (Videvdat 6.44):

"Schöpfer, wohin sollen wir den Körper der toten Menschen tragen, wo niederlegen?"

Auf die höchsten Stellen, Spitama Zaratusthra, dass ihn am ehesten die aasfressenden Hunde und Vögel gewahren. Dort sollen die Masdahanbeter den Toten befestigen an seinen Füßen und seinem Haar mittels Eisen oder Stein oder Rohr, auf dass nicht die aasfressenden Hunde und Vögel von seinen Knochen welche zu Gewässern oder Pflanzen verschleppen."

Aus K. F. Geldner: Das Awesta, 1926, Seite 40