Iran


Tehran


Tehran

Tehran-Demawand

"Du kannst dich in Tehran nie verlaufen", das waren 1970 die ersten Ratschläge in der Stadt, "Du siehst immer den Demawand". Der Berg dahinten im Elbursgebirge ist mit 5604 m der Höchste im Land. Ja, das stimmte damals, so wie hier auf dem Bild ungefähr von der Jordan Street mit Blick nach Nordosten.

Schon 1977 war der Berg nur noch an ca. 20 Tagen im Jahr zu sehen, 1980 nur noch an 5 Tagen. Smog verdeckt ihn. Das Gebirge im Norden der Stadt, die zwischen 1100 und 1400 hoch liegt, verhindern einen Luftaustausch und machen Tehran ebenso wie Ankara zu einer der schmutzigsten Städte der Welt.

Wer dachte, er hat schon einmal Autoverkehr erlebt, der sollte mal in Tehran fahren. Einen Kilometer in der Stunde um den Großen Basar herum war schon schnell auf dem Heimweg zum Tadjrich hoch.

Tehran-Bazar
Tehran-Bazar
Tehran-Bazar

Die Stadt hat enttäuschend wenige Höhepunkte. Am orientalischsten ist sie noch im wahrscheinlich größten Basar der Welt. Unzählige Gassen und Gässchen verwirren den Orientierungssinn auf ungefähr 2 x 2 km. Alles gibt es hier, geordnet nach dem Basarprinzip: alle Papierhändler, alle Handwerksbranchen usw zusammen auf einen Haufen.

Herrlich da durchzuschländern und wieder herauszufinden. Prima essen konnte man in schummrigen Spelunken irgend wo über eine Hühnerleiter erreichbar im 1. Stock: Chelo Kebab Bach - schneeweißer Reis mit einer halben Zwiebel, Butter, Sabsi und eingelegtem Lammspieß, fantastisch! Nur mit Asch, der Nationalsuppe, haben Europäer manchmal Probleme. So, wenn einem ein Ziegenauge rollend aus den Tiefen der Suppe plötzlich anschaut.

Tehran-Kaiserthron
Tehran-Monument

Klar musste der Thronsaal mit dem Pfauenthron besichtigt werden und der Koh-i-Noor mit seinen paar Karat. Aber Sehenswürdigkeiten wie sie andere Weltstädte haben, sucht man in Teheran eher vergebens. Das Monument am Flughafen war 1970 noch im Bau.

Tehran-Perserin
Tehran-Verkehr
Tehran-Perserin

Drei Bilder von 1970. Riesiger Verkehr! Miniröcke waren gerade modern. Tradition neben Moderne. Bis zum Umsturz waren dann alle Schleier aus dem Straßenbild zumindest der Innenstadt entgültig verschwunden.


Tehran-Bazar-Kupferschmied

Kupfer wird im Bazar (hier in Shiraz) zu Teller ausgeschmiedet. Sie werden verzinnt und dienen ursächlich als Essteller. Pyramiden aus Reis werden rauf geschüttet und auf den Boden in die Mitte des Zimmers hingestellt. Die linke Hand kommt auf den Rücken und mit der rechten Hand wird zugelangt.


Tehran-Katze
Tehran-Hund

Und hier noch zwei allesfressende Mitbewohner.


Die restlichen Bilder aus Iran sind in den unendlichen Weiten des Archives bis auf weiteres verschwunden!

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