Vögel in Costa Rica

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Ordnung der Ruderfüßler - Pelikaniformes

Familie Pelikane - Pelicanidae

Brauner Pelikan - Pelicanus occidentalis


Alles aus dem Leben der Braunen Pelikane in der Bucht von Jacó und der Mündung des Rio Tárcoles an Costa Ricas Pazifikküste. Mehr als 750 Pelikanbilder standen aus den Jahren 2002 - 2007 für diesen Bericht zur Verfügung.

Costa Rica Pelecanus occidentalis

Ein ausgewachsener Brauner Pelikan (Männchen) auf seinem Schlafbaum

Ein dicker, vollgefressener, alter und erfahrener Macho am späten Nachmittag auf dem besten Platz seines Schlafbaumes an der Mündung des Rio Tárcoles, fotografiert vom Boot des Crocodile Man aus. Ein absolutes Vogelparadies. Noch sitzen die meisten Pelikane auf den Sandbänken. Wer eben zu erst kommt...

Dort sind sie aber nicht sicher vor den nachts jagenden Krokodilen. Die verschmähen so einen Pelikan durchaus nicht, auch wenn er nur so um die 700 gr wiegt. So fliegen die Braunen Pelikane nach und nach auf ihre Schlafbäume.

Schön, dass es diese Kolonien hier noch gab. Bis 2007 jedenfalls. Mal sehen, was es 2013 noch gibt. Die Plätze, wo solche Bäume stehen, wo es ungestörte Sandbänke und wo es Fische für diese großen angenehmen Vögel gibt, werden immer weniger - was für eine Scheißwelt in der wir leben!.

Junge Pelikane ebenfalls in der Mündung des Rio Tárcoles und in der Bucht von Jacó. Was mal ein richtig skurriler Vogel werden will...

Costa Rica Pelecanus occidentalis
Costa Rica Pelecanus occidentalis
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...muss erstmal alles untersuchen und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen auch wenn der Happen vielleicht doch zu groß ist.

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Ein seltsames Paar. Der junge Pelikan weiß, der Fischkopf ist für ihn ganz schön groß. Aber freiwillig hergeben? Der junge Truthahngeier weiß, den bekommt er ja doch. Aber der Andere ist ja doppelt so groß und der Schnabel sieht wirklich mächtig aus. Doch Geier können warten.

Beute machen

Costa Rica Pelecanus occidentalis

Pelikane haben Zeit. Sie sitzen in der Sonne, dösen, machen Federpflege und warten auf die Flut und auf die Fische, die diese mitbringt. Ihre Nahrung wird ihnen sozusagen vor die Füße gespült.

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Ist´s "angerichtet", steigt man erst einmal so 8 - 10 m in die Luft und schaut mit scharfen Auge nach, was heute so auf dem Speiseplan steht.

Costa Rica Pelecanus occidentalis

Dann geht es im Sturzflug nach unten...

...pfeilschnell...

Costa Rica Pelecanus occidentalis
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...dass es nur so spritzt.

Costa Rica Pelecanus occidentalis

Auftauchen...

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..., den Fisch um himmelswillen in die richtige Richtung drehen und dann: Guten Appetit.

Wird der Fisch mit den Schwanz zuerst geschluckt, ist das ein Todesurteil. Der Fisch kann dann die Flossenstacheln abspreizen und nichts rutscht mehr durch den schlanken Hals.

Costa Rica Pelecanus occidentalis

Manchmal isst man aber auch gemeinsam. Wird ein Schwarm kleiner Fische von Raubfischen in die Bucht getrieben, sparen sich die Pelikane die kräftezehrenden Flug- und Tauchmanöver. Man öffnet nur den Schnabel und er füllt sich von alleine. Vor 20 Jahren, als es noch viele Sardinenschwärme gab, war das oft der Fall.

Der Flug der Pelikane

Eigentlich sind Pelikane richtig flugfaule Vögel. Aktives Fliegen mit schlagen der langen Flügel, liegt ihnen nicht besonders. Der Körper ist recht groß. Trotzdem sind sie ständig in der Luft, denn sie sind schlau und haben von der Natur gelernt, jeden kleinen Lufthauch und jede Thermik auszunutzen.

Morgens, wenn die Temperatur über dem Wasser und dem Land annähernd gleich ist, gibt es keine Thermik an der Küste. Was machen die Pelikane nun?

Sie nutzen die Thermik an den Wellen aus und segeln auch so ohne einen einzigen Flügelschlag parallel die Küste entlang. Die Sonne geht gerade auf, es ist 6 Uhr.

So bis 9 Uhr kann man im Februar ohne zu schwitzen die Küste entlangschlendern. Dann wird es immer wärmer und eine Thermik baut sich über der Küstenlinie auf.

Sie reicht noch nicht hoch, wird aber von den bewegungslos dahingleitenden Großvögeln sofort genutzt. Warum fliegen die einen Kurs N und die anderen Kurs S?

Gegen Mittag reichen die Aufwinde so hoch, dass auch moderne Flugzeuge in vielen tausend Metern Höhe beim Überfliegen der Küstenlinie gehörig wackeln würden.

An manchen Tagen ist der Himmel nun voll von in V-Form dahingleitenden Pelikanschwärmen. Wo fliegen sie nur alle hin? Die einen fliegen nach Süden, die anderen sind auf Nordkurs.

Die einzigen aktiven Flügelschläge sind über Tag also beim Fischen und dann gegen Abend, wenn die Sonne Punkt 18 Uhr untergeht und jede Thermik einschläft, beim Kampf um den besten Ast im Schlafbaum.

Costa Rica Pelecanus occidentalis

Herrliche, exotische Vögel, die eine wunderbare Ruhe ausstrahlen, die gelassen sind und Würde haben. Sie sind bedroht. Der Bestand in ihren Verbreitungsgebiet entlang der Pazifikküste von Washington bis Peru und auf der Atlantikseite von North Carolina bis Venezuela geht drastisch zurück und nicht erst durch die schon wieder aus der Presse verschwundene Ölpest im Golf von Mexico im Juli 2010. Jetzt kann es eng werden für die Pelikane.

Bleibt nicht mehr viel Zeit für den Verfasser, die rätselhaften Hin- und Herflüge zu ergründen. Die Ölkatastrophe Im Golf soll ihnen schwer geschadet haben. Mal sehen, ob es 2013 noch Pelikane gibt.Wohl selber Pelikan gewesen, oder?

Kormorane

Systematik

Landeanflug. Starts und Landungen bei größen Vögeln sind ja immer etwas problematisch-

Die Schlafplätze der Braunen Pelikane

Costa Rica Pelecanus occidentalis
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Abends. Jetzt aber schnell zu den Schlafbäumen. Die Thermik an der Küste ist schon weg und es werden wieder die Wellen genutzt, mag auch der Auftrieb noch so gering sein.

Man hat sich heute etwas verspätet. Ob ein leckerer Fischschwarm daran schuld war?

Costa Rica Pelecanus occidentalis
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So eine Stunde vor der kurzen Dämmerung kommen die Pelikane zu ihren Schlafbäumen am Nordufer des Rio Tárcoles zurück.

Viele Vögel sitzen aber noch auf den Sandbänken kurz vor der Mündung des Flusses in den Golf von Nicoya.

Viele Vögel sitzen aber noch auf den Sandbänken kurz vor der Mündung des Flusses in den Golf von Nicoya.

Sie müssen hier nur auf Krokodile aufpassen. Meistens treiben sich die Jungen hier rum. 1000m flussaufwärts habe die großen Echsen nämlich ihr Revier.

Costa Rica Pelecanus occidentalis
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Auffällig ist, dass keiner der Vögel hier Gefiederpflege, wie nachher auf den Bäumen, macht.

Gilt ihre Wachsamkeit ganz den Krokodilen?

Costa Rica Pelecanus occidentalis
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Junges Krokodil unweit der Vögel kurz vor Sonnenuntergang

Die Pelikane sind satt und warten nur noch auf die Dämmerung.

Ein Pelikan steigt plötzlich hoch und alle anderen folgen Ihm. Wenn die Sonne hier unten an der Wasseroberfläche weg ist, fliegen sie zu ihren Plätzen.

Costa Rica Pelecanus occidentalis
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Sie fliegen gegen den Wind an. Die Vögel nahe der Wipfel haben ihr "Fahrwerk" schon ausgefahren.

Jetzt kommt der schwierige Teil. Sie müssen mit ihren großen Ruderfüßen - die haben der Ordnung schließlich den Namen gegeben - auf einem dünnen Ast landen. Und der muss ihre 700 gr auch aushalten.

Höchste Konzentration beim Landeanflug - Wings in Landing Position!

Welcher Ast? Egal, hauptsache runter. Muss beim 1, mal klappen! Klettern ist nicht drin.

Der lange, nur papierdünne Schnabel eignet sich nicht zum Festhalten.

Costa Rica Pelecanus occidentalis

Rums! Hat wieder mal prima funktioniert! Punktlandung!

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Platz da! Jetzt komme ich!

Jetzt geht es Schlag auf Schlag und die Zweige werden langsam knapp.

Landet der Neuankömmling zu dicht an den dicken Nachbarn, wird kräftig mit dem Schnabel geklappert und mit den Flügeln geschlagen,

.

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Sieht der Kerl nicht putzig aus?

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Das Bild ist am 25.02.2007 gemacht worden. Die Kumpels vom Krokodilboot meinten, die Anzahl der Pelikane hätte abgenommen. Mal sehen, was nach 6 Jahren noch übrig geblieben ist.

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Noch ist Platz in den Bäumen, aber da kommen noch welche.

Die Pelikane sind die Küste auf- und abgeflogen. Es gab keinen Fisch. Jetzt warten sie auf die Flut. Die bringt Fisch mit.

Sie ruhen auf den Felsen am südlichen Ende der 4 km langen Bucht von Jacò.

Costa Rica Pelecanus occidentalis

Da kommen noch welche...

Costa Rica Pelecanus occidentalis

Sind die Fische endlich da, stürzen sich die Pelikane aus ca. 10 m Höhe steil ins Wasser. Keine andere Pelikanart fischt auf diese weise.

Man hat richtig angst um sie, wenn sie das in der Nähe von Felsen machen. Genickbruch wäre die Folge, ist das Wasser nicht tief genung.