Vögel in Costa Rica

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Ordnung Ruderfüßer - Pelecaniformes

Familie Kormorane - Phalacrocoracidae

Familie Kormorane - Phalacrocoracidae

Kormorane gibt es überall auf der Welt (außer an den Polen) wo es Fische gibt, im Süßwasser oder in den küstennahen Gewässern der Weltmeere. Sie sind bei Fischzüchtern und Anglern so beliebt wie Stare oder Waschbären im Kirschbaum, weil bei uns ja das Denken vorherrscht, die Produkte der Natur seinen nur für die Menschen da.

Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus

Olivenscharbe - Phalacrocorax brasilianus (Gmelin, 1789)

Ein Weibchen hat einen Wels gefangen, ihn an zwei Stellen ergelrecht erdolcht

Olivenscharben werden bei einer Kopf/Rupflänge von bis zu 73 cm 1,8 kg schwer und haben eine Spannweite von 100 cm.

Olivenscharben werden bei einer Kopf/Rupflänge von bis zu 73 cm 1,8 kg schwer und haben eine Spannweite von 100 cm.

Die Aufnahmen unten stammt vom Rio Tárcoles. Alle Vögel dieser Familie müssen nach Kontakt mit dem Wasser ihre nicht total

Pelikane

Fregattvogel

Olivenscharbe

Phalacrocorax brasilianus (Gmelin, 1789)

Neotropic Cormorant

Cormorán Biguá

Zur Nachtzeit faßt der Kormoran

zu gerne die Kormoranin an,

die dieses, wenn auch ungern, duldet

da sie ihm zwei Mark fünfzig schuldet.

Robert Gernhardt

Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus
Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus

Nur eine von 46 weltweit bekannten Arten der Familie der Kormorane kommt in Costa Rica vor: die Olivenscharbe -Phalacrocorax brasilianus.

Das Verbreitungsgebiet der Olivenschrabe reicht von den beiden Küsten Mexikos bis zum Feuerland.

Die Männchen der Olivenschrabe sind dunkler gefärbt als die Weibchen

Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus
Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus
Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus

Kurz vor Sonnenuntergang kommen die Olivenscharben aus allen Himmelsrichtungen zu ihren Schlafbaum angeflogen.

Es ist lustig zuzuschauen wie die schweren Vögel da einfallen.

Einige der zuerst angekommenen Vögel haben den Kopf schon unter den Flügel gesteckt und werden nun wach wenn der Ast wild wackelt.

Dann gibt es ein Gekreische und Geklappere, man versucht, den anderen mit dem Schnabel zu hacken.

Bald kehrt wieder Ruhe ein. Und dann kommt noch ein letzter Trupp und alles geht von vorne los.

Wenn jeder Vogel, nur mal angenommen, pro Tag ein Kilogramm Fisch frisst, sind locker 800 kg Fisch täglich verschwunden.

Aber die Flüsse und die Küstengewässer in den Tropen geben das (oder gaben es über Jahrtausende) her. Der mickrige See in Meck-Vorpomm mit der knauserigen Fischzucht vielleicht nicht. Die wollen dort jedem Kormoran den langen Hals umdrehen. Dabei waren die Vögel viel eher da.

wasserabweisende Federn trocknen und so sieht man sie häufig mit weit gespreizten Flügeln wie die Anhingias in der Sonne hocken.

Die gefräßigen Vögel haben intelligente Jagdtechniken entwickelt. Sie treiben kleine Fischschwärme, in einer Reihe fliegend, in flaches Wasser, um sie leichter erbeuten zu können.

Ihre Brutkolonien in hohen Bäumen umfassen schon mal beängstigende 400 Brutpaare.

Jagd

Jagen

Starten

Junge Olivenschraben haben ein durchweg braunes Gefieder. Aller Anfang ist schwer. Sie müssen erst noch jagen lernen.

Wie der Vogel hier laut ins Wasser klatschte, war noch irgendwie verbesserunswürdig.

Aber er hatte Erfolg.

Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus
Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus

So schwer war der Fisch ja nun auch nicht. Sie fangen so Fische um 10 cm Länge. Das Wasser hängt aber auch noch schwer im Gefieder.

Ein Glück, das rettende Ufer ist ja nicht weit weg. Erst mal die Beute verdauen und die Flügel ausschütteln und in der Sonne trocknen.

Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus
Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus
Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus

Briefing, 17:33:48 Uhr, 07.02.2013. Kurs festlegen: Richtung Schlafbaum

Volle Schubkraft auf beide Triebwerke

Fahrwerk einziehen

Große Vögel haben genau zwei Probleme. Es sind Start und Landung. Gerade die Kormorane scheinen nicht allzu gerne zu fliegen. Sie haben dann auch nicht die Eleganz, beispielsweise der Pelikane, wenn die erst mal in der Luft sind und geschickt die Thermik ausnutzen.

Auch beim Schwimmen sehen sie seltsam aus. Sie liegen sehr tief im Wasser und nur der Kopf schaut raus und ein paar Rückenfedern. Dafür sind sie aber ganz schön gefräßig.

Schlafen

Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus
Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus
Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus

Sie hat den Wels hochgeworfen, um den Kopf vorne zuhaben und den Fisch schlucken zu können. Hier am Rio Tárcoles wird jeder satt. Die Aufnahmen entstanden im Februar 2012. Vom fangen des Welz bis zum schlucken dauerte es 22 Sekunden.

Der Wels zappet noch

Jetzt muss die Beute noch in die richtige Position gebracht werden damit er beim Schlucken nicht etwa die Stacheln aufstellt

Olivenschrabe-Phalacrocorax-brasilianus
Olivenscharbe - Phalacrocorax brasilianus (Gmelin, 1789)

Maskulin