Kleinbären in Costa Rica

Faultiere, Gürteltiere

Affen

Weißrüsselnasenbär - Nasura narica

Klasse: Säugetiere  -  Mammalia

Unterklasse:  Höhere Säugetiere - Eutheria

Ordnung: Raubtiere - Carnivora

Oberfamilie: Hundeartige - Canoidea, Familie: Kleinbären - Procyonidae

Eine ausgedehnte Mittagsruhe muss schon sein.

Zwar sind die Nasenbären als einzige der 15 Arten Kleinbären tagaktiv, aber eine Siesta muss schon sein.

Mitten im strömenden Regen am Nordufer des Arenalsees stoppte ein Trupp durchnässter Nasenbären das einzige Auto. Nur zum betteln!

Öffnete man die Tür, standen sie mit den Vorderfüßen auf dem Schweller und ihre Nasen schnüffelten im Akkord. Sie erschnüffelten mühelos die Rolle mit den Keksen. Sie bekamen natürlich welche.

Der Bär hier hatte einige frische Bisswunden am ganzen Körper.

Der Nordamerikanische Waschbär - Procyon lotor kann in Gefangenschaft 20 Jahre alt werden. Hier in der Natur wird er selten älter als 3 Jahre.

Seit ungefähr 1930 ist er auch in Mitteleuropa zuhause. Bei Kassel soll da mal ein Paar einem Förster entwischt sein.

Eigentlich sind es nachtaktive Tiere. In den Nationalparks von Costa Rica scheint das nicht zu gelten. Nachts sind ja keine Touristen da die man beklauen kann. Also streicht man hier am Tage herum. Sie sind wirklich nur in den Parks am Tage unterwegs. Die Mülleimer in den Ortschaften werden nachts untersucht.

Ihre max. Körperlänge ist mit 70 cm angegeben. Sie wiegen dann bis zu 9 kg und sind damit die größten Vertreter der Kleinbären.

Waschbären sind klug. Man hat festgestellt, dass sie sich auch noch nach 3 Jahren an eine einmal gefundene Lösung eines Problems erinnern können.

Sie sind geschickt. Mit ihren Vorderpfoten können sie jeden Reißverschluss einer Tasche öffnen. Es muss nur gut genug nach Fressbarem riechen.

Die schwarze Gesichtsmaske tragen sie, weil es früher alle Banditen so gemacht haben! Nee, es sind schon ganz sympathische Tiere. Man sollte aber nie vergessen, dass es wirklich Raubtiere sind.

Es sind Allesfresser. Ihre Kost besteht aus 40 Prozent pflanzlicher Nahrung, 30 % Weichtieren und zu 30 % von anderen Wirbeltieren.

Waschbären haben scharfe Zähne. Und wenn sie noch so zutraulich - um nicht zu sagen: verfressen - sind, vor diesen Zähnen sollte man sich vorsehen. Es sind eben Raubtiere.

Familie Kleinbären - Procyonidae

Achtung: Raubtier! Kleinbär! Allerdings tut sich bei diesen Bären als erstes die Frage auf, was denn nun zuerst da war: die lange Nase oder die Neugierde? Seine lange Nase steckt der mit den Waschbären verwandte nämlich überall rein. Unheimlich verfressen, intelligent, lernfähig, frech und dreist sind die Kerle - einfach sympathisch.

Obwohl er ja eigentlich tagaktiv ist, besagt es ja nicht, dass man keinen Mittagsschlaf halten darf. Schließlich war es schon 14:00 Uhr und da kann man sich schon mal als richtiger Bär 2 Stunden auf die besagte Haut hauen. Ob der da nun fotografiert oder nicht, da oben im Norden auf der Grand Lagarto Lodge am Rio San Carlos.

Bei einer Schulterhöhe von 68 cm und einer Körperlänge von 66 cm bringt er rund 6 kg auf die Waage. Die lange Schnauzenspitze ist weiß und zu seiner Frechheit passen die schwarzen Masken um die Augen. Sein Fell ist variabel gefärbt, je nachdem ob er wie hier im Wald oder in Felsenlandschaften, in Halbwüsten oder im Buschland lebt. Aber Bäume lieben sie. Sie schlafen hoch oben im Geäst. Nasenbären sind in Mittelamerika nicht mehr häufig. Hier im Land trifft man sie vor allem in den nördlichen Landesteilen.

Weissruesselnasenbaer-Nasura-narica

Weißrüsselnasenbär - Nasura narica

Nordamerikanischer Waschbär - Procyon lotor

Weissruesselnasenbaer-Nasura-narica

Weißrüsselnasenbär - Nasura narica

Weissruesselnasenbaer-Nasura-narica
Weissruesselnasenbaer-Nasura-narica
Weissruesselnasenbaer-Nasura-narica
Weissruesselnasenbaer-Nasura-narica
Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor
Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor
Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor
Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor
Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor
Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor
Weissruesselnasenbaer-Nasura-narica
Weissruesselnasenbaer-Nasura-narica
Weissruesselnasenbaer-Nasura-narica
Weissruesselnasenbaer-Nasura-narica
Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor
Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor
Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor

Die Familie der Kleinbären Procyonidae sind Tiere der Neuen Welt. Es sind hundeartige Raubtiere. Ihre Gestalt liegt irgendwo zwischen Marder und echten Bären. Die Säugetiere haben alle einen langen und geringelten Schwanz. Sie haben ein graues oder braunes Fell und ihre Pfoten enden alle in 5 Zehen, die mit Krallen versehen sind. Sie erreichen eine Kopfrumflänge von 37-67 cm und ein Gewicht zwischen 1 und 12 kg

Zur Familie der Kleinbären Procyonidae gehören 15 Arten in 2 Gattungen. In Costa Rica sind häufig die Weißrüsselnasenbären - Nasura narica und die Nordamerikanischen Waschbären - Procyon lotor anzutreffen, die hier beschrieben sind.

Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor
Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor
Nordamerikanischer-Waschbaer-Procyon-lotor

Dieser Trupp an der östlichen Straße um den Vulkan Poas nach Peñia Blancas stoppte den verkehr. Sie liefen einfach auf die Straße. Die schlauen Tiere hatten herausgefunden, dass die stinkenden Kisten anhielten und ihnen nichts geschah. Ein paar Kekse fielen immer ab.

Vor lauter Aufregung wurde erst mal eine Pfütze gemacht.

Die putzigen Gesellen sind vor allem in den nördlichen Teilen des Landes zu finden. Sie halten schon mal Autos an, am liebsten Busse: Da sind mehr potenzielle Keks- und Bananenbesitzer drin. Am Fuße des Vulkans Arenal lief der regennasse Kerl links oben auf die Fahrbahn, als er das Auto hörte. Beim Öffnen der Fahrertür war er nicht etwa weg: Er schnupperte mit der langen Nase erwartungsvoll in den hochbeinigen Jeep hinein. Den braucht man unbedingt bei einer Fahrt rund um den Arenalsee. Nirgends auf der Welt gibt es eine Straße, die mehr Schlaglöcher als diese hier hat.

In der Tierauffangstation La Marina Zoológica bei Aguas Zacas - 7 km Richtung Westen, Richtung Volcán Arenal, gegenüber der einzigen Tankstelle der Gegend, da treibt sich eine ganze Familie Nasenbären frei herum. Sie haben jede scheu vor Menschen verloren und es ist eine reine Freude, ihnen zuzusehen, wie sie alles untersuchen, beschnüffeln, sich vieles ansehen. Sie betteln aber nicht, na ja, wenn man nicht gerade Galletas (Kekse) isst.

Costa_Rica_Palo Verde

Weit und breit ist keine Siedlung. Vielleicht sind es die letzten wildlebenden Tiere auf der Halbinsel Nicoya. Besagter Weg führt auf einem Damm durch die Ausläufer der Lagune und ist nur mit Vierradantrieb zu befahren. Da der Winter von 2004 auf 2005 sehr trocken war, ist kein Wasser zu sehen. Alles ist mit Hyazinthen zugewachsen. Trotzdem sind hier viele Reiher und Raubvögel zuhause.

Irgendjemand hat sich dort einen Scherz erlaubt. Von der Ferne sah diese Vogelscheuche wie Voodoozauber im einsamen Walde aus.

---und der Haifisch,

der hat Zähne

und die trägt er

im Gesicht....

Nicht nur der!

"Pfuideibel! Hat der aber geschwitzt!"

Alles wird von den Banditen genau untersucht. Erst wird am Fotorucksack geschnuppert, ob was nach Essen riecht, dann werden die Badesachen inspiziert. Nichts wird ausgelassen.

Wird etwas Interessantes erschnüffelt, dann zeigt der Waschbär, wie intelligent er ist, dann kommen die geschickten Pfoten zum Einsatz.

Ein Reißverschluss an einer Tasche ist kein Problem. Über Klettverschlüsse lacht er nur.

Scheu kennen die Waschbären in Manuel Antonio nicht mehr. Selbst wenn sie mit einem Stock eins übergezogen bekommen, es macht ihnen nichts aus.

Sie sind an Menschen gewöhnt. Irgendetwas zum Fressen können sie immer stibitzen.

Waschbären sind, wie gesagt, nachtaktiv. Da nachts aber keine Turisten da sind, die man anbetteln oder bestehlen kann, muss man bei der Hitze schon mal eine Pause einlegen.

Fast am Ende eines mindest 8 km langen Seitenweges im Nationalpark Palo Verde tauchten die beiden großen Nasenbären am Rande des Trockenwaldes auf und verschwanden nach einem neugierigen Blick wieder im Wald.