Jacó Beach 2003, die hohen Äste links der Mitte sind die vom Pochotebaum den sie abgebrannt haben!

Costa Rica 2007: ¡Qué lástima! Teil 2

Bundestagsdelegation Tourismus

_Kapuzineraffe-Costa-Rica

Da taucht eine Bundestagsdelegation, natürlich vollkommen paritätisch besetzt, am 06.03.2007 in Jacó auf und hört sich an, was an grausamen Projekten der "alcalde" (Bürgermeister) so vor hat. Der Deutsche Botschafter dabei, hochrangig also das Ganze. Dürfen wir bei der Zerstörung .......

Wird noch recherchiert! Als lebenslänglich verurteilter Steuerzahler hat man wohl das Recht zu erfahren, was die gewählten Abgeordneten so machen und dann auch Ross und Reiter zu nennen.

Erste Vermutung: Die Herrschaften sind bestimmt nicht Holzklasse Condor geflogen. Da es noch nach Mexico ging, liegt die Vermutung nahe: Lusthansa und Business Class, oder?

Im ersten Moment wäre der Autor auch gerne die Frage losgeworden: Warum kommt ihr nicht hierher wenn es in Deutschland warm und in Costa Rica die Regenzeit ist und die mit Dengue infizierten Moskitos schier verrückt spielen?

Ausschüsse

MdB

MdB

MdB

MdB

Wer sind denn die?
Das ist eine Bundestagsdelegation aus Deutschland.
Und was wollen die hier?
Ja, das wissen sie wohl selber nicht so richtig!

_Kapuzineraffe-Costa-Rica

Warum kann ich deinem Alcalde nicht mal kräftig in den Arsch beißen?
Mach doch! Ich kaufe dir auch jede Woche eine Kiste Bananen!

Die paritätisch besetzte Bundestagsdelegation am 06. Februar 2007 am Strand von Jacó. Mit dabei der Bürgermeister, seine stellvertretende - einen Tag vorher gewählte - Bürgermeisterin, eine Übersetzerin, der Deutsche Botschafter und Investoren.

Die MdBs zu identifizieren ist einfach. Man klicke auf den Link und ist im Tourismusausschuß

Ganz schön anstrengend in der Hitze! Selbst die Dolmetscherin schwitzt.

Die neuen Projekte werden vorgestellt.

Pure Wut stellt sich ein! Der Alcalde (oben mit dabei) ist zu schwach auch nur den Autoverkehr am Strand von Jacó zu unterbinden (s. unten)! Dabei gilt ja eigentlich ein Gesetz, das das Befahren der Strände im gesamten Land verbietet.

Seine Ticos würden ihm eines auf die Schnauze hauen, wollte er das verbieten!

Wenn das alles verwirklicht wird: Welcher Idiot fährt dann noch freiwillig hierher?

Das ist nicht etwa der Parkplatz von Jacó sondern der Strand am Wochenende! Der schwache Bürgermeister und die Polizei schaffen es nicht, den Gesetzen Geltung zu verschaffen. Die Bullen jagen lieber Touristen. Die sind nicht gefährlich.

Wenn die Ticos dann richtig besoffen sind, donnern sie schon mal mit 100km/h hier lang.

Ist das nicht verlockend, wenn erst einmal die Hochhäuser alle fertig sind?

Warum als Deutscher dann noch über den Atlantik düsen, sich eventuell beklauen, im Straßenverkehr und am Strand von den verrückten Fahrern gefährden zu lassen, über einen verdreckten Strand laufen und im ungeklärten Abwasser baden?

Na, Alcalde, schon reich geworden?

Das schreiben hier macht richtig wütend! Jetzt kriegen sie es aber, die Ticos:

>>>> Ein Tico fährt am liebsten mit dem Auto bis zur Wasserlinie, schmeißt seinen Müll auf den Strand, setzt sich mitten rein und besäuft sich! <<<<

Ist das jetzt noch Satire mit dem Hang zur Übertreibung / Veranschaulichung?

Ach!

Jetzt hat das hier einen nicht beabsichtigten latent zukunftspessimistischen Unterton bekommen.....

Nie wieder Costa Rica?

Vermarktung des Nationalparks Manuel Antonio

_Kapuzineraffe-Costa-Rica

"Was bist du denn so traurig?"

"Liest du denn keine Zeitung? Die wollen unseren Nationalpark vermarkten und noch eine dämliche Marina bauen! Wo sollen wir dann leben? Es gibt doch keinen Wald mehr."

La Nación vom 04. März 2007:

Ausländer beabsichtigen die Rechte an der Vermarktung Manuel Antonio zu kaufen. Sie wollen im Eingangsbereich des Parkes - immerhin der beliebteste des Landes mit jährlich 215.000 Besuchern - ein

"Centro Comercial Manuel Antonio en la entrada al Parque"

für 1,8 Mio. US$ (ca. 937 Mio. Colones) errichten. 55 Läden sollen entstehen (der Quadratmeter zu 450 US$). Man kann "Essen mit Meeresblick" und eine Marina soll in der schönen Bucht entstehen.

Fragt der Reporter nach Einzelheiten des Verkaufes der Rechte und nach dem Preis heißt es: “Eso a usted no le importa” (Das geht Sie gar nichts an.)

Ob einer der Bürgermeister berechtigt ist, die Rechte an eine spanische Firma zu verkaufen, spielt wohl in diesem Land keine so große Rolle.

La Nacion 2007

Die Artikel der La Nación stehen noch im Netz. Wer spanisch kann.....

Kommt, ihr Affen, wir helfen euch schreien!

Kriminalität

_Kapuzineraffe-Costa-Rica

Kriminalität? Die lieben wir!

Wir sind Meisterdiebe!

Geklaut wurde immer in San José. Schon vor dem Umsturz in Nicaragua beim Besuch des Nachbarlandes wurden dem Autor die Scheibenwischer und die Radkappen auf dem bewachten Parkplatz des besten Hotels der Stadt geklaut.

Doch wenn man jetzt hier die Zeitung liest, werden gerade in der Hauptstadtregion Leute ermordet, weil sie ihr Mobile (Handys gibt es weltweit ja nur bei uns) nicht herausgeben wollen. Und das jeden Tag! Es ist auch verdammt gefährlich für Touristen.

Aber Ende Februar passierte etwas, was Journalisten das Herz höher schlagen lässt. Nicht Hund beißt Mann, sondern anders herum.

12 Touristen ersticken Räuber!

Jeder im Land hat gejubelt. Geschieht viel zu selten, war die einhellige Meinung. Was da los war? Ein Kreuzfahrer aus der USA war in der Caribe unterwegs und legte in Port Limón an, dem einzigen Hafen Costa Ricas auf der Atlantikseite, der Bananenhafen des Landes. 12 Touristen mieten sich einen Kleinbus und wollen von einem Hügel herab das Schiff in der blauen See fotografieren.

Sie werden überfallen. Drei Mann, ein 20-jähriger mit einer 38ger. Er hält einem Ami die Knarre in den Nacken und befiehlt, alle sollen die Wertsachen auf den Boden legen. Doch der mit dem Colt im Nacken war ein ehemaliger Mariner. Er macht den Räuber nieder und alle Knochen im Körper von Herrn Wagner, 20 Jahre alt, waren gebrochen. Wie man hinterher feststellte, als er tot war.

Erstickt? Oder doch eher ein Handkantenschlag? Diese Zeitung hier hat nicht einmal BILD-Niveau (auch viele "Schusterjungen" und "Hurenkinder" - Druckersprache). Keine 2 Stunden später lief das Schiff mit allen Amerikanern an Bord wieder aus.

Die Reedereien meiden jetzt Port Limón. Der letzte Steamer war am 12. März dort.

Hier der Artikel und wer der Tote war-quién era. Dieser "Steckbrief" steht bei Toten immer so in der La Nation.

Abwasser

Warum ist denn der Fluss so dreckig?
Weil die Menschen weiter oben allen Dreck reinlassen.
Kann man dagegen nichts machen?
Schon, aber nicht im "Land des sanften Tourismus"

Passt das nicht prima? Gleich nach "Kriminalität" kommt "Abwasser". Es ist wirklich eine Schande, dass das Land des so geprisenen sanften Tourismus bei Kläranlagen sogar das Schlusslicht in Mittelamerika ist - meint sogar La Natión.

Gut, der neue Òscar A. kann nicht alles auf einmal machen. An Straßen und der Stromversorgung ist er ja schon sichtbar dran.

Jetzt werden aber die Zeitungen unruhig und schreiben endlich darüber.

Hier auf dem Bild ist der Dreck zu sehen, der nicht ins Meer gespült wurde. Die Krokodilmänner haben sich eine Ausrede einfallen lassen, wenn sie darauf angesprochen werden.

Es würden so viele arme Leute am Fluss wohnen und die werfen eben alles rein.

Dass aber 97 % der Abwässer ungeklärt in den Rio Tárcoles geleitet werden, haben sie noch nie gesagt...

In seltener Offenheit steht es jetzt in der Zeitung. Es ist schade, dass man hier im fernen Europa die Ereignisse nicht oder kaum verfolgen kann. Auf den Präsidenten kommen noch viele Aufgaben zu, die er neben dem Straßenbau und der Stromversorgung zu lösen hat.

Costa Rica 2007- Tei1
Costa Rica 2013

Laucharassari - Aulacorhynchus prasinus

Rotkopfbartvogel - Eubucco bourcierii

Weißschwanzbussard - Buteo albicandalatus

Gilbdrossel - Turus grayi

Silberkehltangar - Tangara icterocephala

Streifenreiher - Tigrisoma fasciatum

Guatemala-Kreischeule -

Amerikanischer Triel - Burhinius bistriatus

- Cairina moschata

Pauraque -

Noch was erfreuliches: 10 neue Vogelarten erwischt!

Verkehr

Jacobay-Costa-Rica

Im Land des sanften Tourismus stinkt es zum Himmel!