Costa Rica, Anreise 2006

Anreise_2006_Havanna

Anreise, dieses Mal über Havanna. Alles besser? Denkste!

Dieses Mal nicht mehr der Ärger mit der Homeland Security

http://www.whitehouse.gov/infocus/homeland/index.html

in Miami oder Orlando, nicht mehr mit den neuen Maschinen der Martin Air sondern mit der guten alten Condor. Dachte man. Was da noch stimmt ist - alt! Als die Condor noch gelb war - immerhin liegen Condorerfahrungen mit 25 Jahren Maledivenreisen vor - gab es höchstens Aufregungen, wenn die Tüten mit Erdnüssen nach dem Start eingespart wurden. Aber die Maschinen, ob die DC10 oder die neueren Flugzeuge flogen, waren proper. Condor, die Tochter der Lufthansa.

Jetzt war die Condor blau. Thomas Cook stand überall drauf. Bei der Landung Mitte Februar auf dem Rückflug in Frankfurt stand der Captain am Ausgang. Auf die Frage: "Na, dieses Jahr schon einmal einen pünktlichen Flug gehabt?", lächelte er nur müde und eine genauso müde Stuardess flüsterte leise "Wir werden ja wieder verkauft." GermanWings? EuroWings? Oder bald: BrokenWings? Seit den Jahren in Südostasien oder in Lateinamerika: Nie wieder in einer so klapprigen Maschine gesessen!

Aber der Reihe nach. Kritik wird ja wohl erlaubt sein.

Die Thomas Cook AG ist einer der führenden Touristikkonzerne der Welt. Die Geschäftsanteile an der Thomas Cook AG werden zu jeweils 50 Prozent von der Deutschen Lufthansa AG und der Karstadt/Quelle AG gehalten. 06.03.2006

http://www.gourmet-report.de/Thomas-Cook-AG-wird-neu-ausgerichtet_2272.html 

Die Boeing 767 war pünktlich beladen und kaum 30 min nach der geplanten Abflugzeit rollte die Maschine auch schon. Klar, die Andockplätze sind teuer in Frankfurt und werden gebraucht. Der Flieger rollte aber nicht lange. Warten auf die Enteisung. Aber warum zogen andere Flugzeuge vorbei und wurden vorgezogen, einundeinehalbe Stunde lang? Der Grund wurde erst nach 10 Stunden und 50 Minuten Bummelflug nach Havanna beim Warten klar.

Die selbe Maschine am Vortag hatte 8h Verspätung, die Besatzung muss 14h Ruhepause haben und außerdem - so behauptete der Purser frech auf dem Weiterflug nach San José - waren die Straßen von Valdero zum Airport so voll und das Taxi habe so lange gebraucht. Toll, die paar hundert Passagiere können ja warten

Warum das Flugzeug die Verspätung hatte, verriet der Vielquatscher auch auf direkte Nachfrage nicht.

Reisende, die auf der selben Route in den 4 Wochen von Mitte Jan. bis Mitte Feb. 2006 im Hotel ankamen, berichteten immer nur von Verspätungen in diesen Größenordnungen. Und der Rückflug? Um 14:00 Uhr am Flughafen, um 17:00 Abflugzeit - um 23:00 der Start. Ein Brötchen, eine Cola!

Erstaunliches im Land der geknackten Koffer, in Cuba: Um Zeit zu sparen durften beim Betanken alle an Bord bleiben. Mit dem Jetstream im Rücken: einmal 1272 km/h, fast Schallgeschwindigkeit. Die Anschlußflüge in Frankfurt? Alle weg!

Costa-Rica-Jaco-Bay

Die Farben Costa Ricas müssen für die miese An- und Abreise entschädigen.

Die Boeing 767 fliegt wohl über den Atlantik wie ein Linienbus durch Berlin fährt: ununterbrochen. Auf dem Hin- und Rückflug die gleiche, wie es scheint äußerst reparaturbedürftige Maschine. Woran zu erkennen? An dem 2. Bildschirm in der Mitte der Luxusklasse - er leuchtet farbenfreudig, aber nur grün (nach 4 Wochen!), an der bräunlich vergilbten Toilettenbrille im mittleren WC nach Reihe 20 mit den geborstenen Scharnieren. An der Ansage auf dem Nachtflug zurück "...leider sind die Leselampen der Reihen 25 bis 45 ausgefallen....". An der nicht arretierbaren Rückenlehne auf Platz ..... echt, Condor: zum Kotzen!

Von der Enge der Bestuhlung, vom falsch verteilten Essen (da hat man 4 Wochen "Arroz con siempre", also Reis wie immer, also mit Huhn, gegessen, da schafft man es das eine Mal auch noch!), von der Qualität, da erwartet man ja gar nichts mehr anderes! Na ja, schwimmen über den Teich soll ja noch unbequemer sein....

Jacó 2006

Costa-Rica-Jaco-Bay

Die 4,5 km lange Bucht von Jacó sieht immer noch malerisch aus, morgens um 6:00, selbst mit 3 Kränen.

Jacó erlebt derzeit einen Bauboom ohnegleichen. Und nicht nur Jacó. Die ganze Küste rauf und runter wird alles Land aufgekauft - von wem wohl? Jahrelang sah man unzählige Tafeln land auf, land ab: "Se vende". Das Land war und ist richtig verarmt. Jetzt kaufen die Amis alles auf, bauen Supermärkte und leerstehende Ladenzeilen auch in 2. Linie hinter der Hauptstrasse von Jacó z. B.

Das Lieblingsrestaurant direkt am Wasser mit dem gut gegrillten Rotbarsch vom sympathischen Wirt: verkauft. In Esterillo de Oeste. In Dominical: kein Grundstück mehr zu haben an der Wasserlinie, sagt der Kioskbetreiber am Ortseingang; man kennt sich seit 5 Jahren.

In Golfito sind wir angesprochen worden von einem Amerikaner aus Florida mit russischen Akzent (wie Brad aus Washington DC unschwer feststellte): Wo gibt es im Land weissen Sandstrand?! Er will kaufen, kaufen, kaufen. Er komme gerade aus Panama. Wer da 200.000US$ investiert, meinte er, ist auf 10 Jahre steuerfrei. Aber leider sei schon alles Land aufgekauft. Und so sucht der russischstämmige Amerikaner vielleicht noch heute weiße Strände in Costa Rica. Wir haben ihn doof sterben lassen....

Costa-Rica-Jaco-Bay

Sonnabend, 22. Januar 2006, 11:54 - Alle aus San Jose´sind da.

Costa-Rica-Jaco-Bay

Montag, 24. Januar 2006, 10:03 - Sie sind wieder weg.

Costa-Rica-Jaco-Bay

Donnerstag, 19. Januar 2006, 06:37 - Die reichen amerikanischen Angler fahren aus Herradura zum Fischen.

Costa-Rica-Jaco-Neubau

Neuer Super Mercado an der Umgebungsstrasse von Jacó in landestypischer Leichtbauweise, erdbebensicher.

Baukräne bestimmen den Ort, 8- oder gar 10-stöckige Hotels am Strand seinen geplant, heißt es.

Mas x Menos (Ausgesprochen Mas por Menos - "Mehr für wenig": Im Nov. 05 mal kurz abgerissen und wieder neue gebaut, größer, höher.

Und es wird immer voller, in den Straßen, am Strand. Die Zeiten, wo der Strand morgens um 6:00 noch menschenleer war, sind endgültig vorbei. Wenn gar der Getränkeriese Imperial eine Strandfete macht, kommen 25.000 Besucher - wie La Nation am nächsten Morgen schreibt - an den Strand. Mit all dem Dreck!

Neue Geschäfte und Restaurants selbst auf der heißen und unbeliebten Ostseite der Hauptstrasse: hier strahlt die Nachmittagssomme rein.

Costa-Rica-Jaco-Neubau
Costa-Rica-Jaco-Neubau
Costa-Rica-Jaco-Bay
Costa-Rica-Jaco-Neubau

Trotzdem: Schön ist es doch!

Fiesta Imperial

Costa-Rica-Jaco-Bay

Wenn eine der größten Firmen des Landes ruft, dann kommen die Leute. Und neuerdings die Multis. Alles wird derzeit in Costa Rica verscheuert. So dieser größte Getränkebetrieb des Landes. Natürlich an die Amis: an Pepsi!

Schon mal versucht, Pepsi mit Rum zu trinken? Igittigit...

Costa-Rica-Jaco-Imperial

Prima wohnen in Jacó

"Wo kann man in Jacó denn wohnen...." war eine häufig gestellte Frage aus dem Netz nach Besuch dieser Seiten. Na, klar, bei Manfred neben der Bar! Sauber und preiswert im deutsch geführten Hotel Pochote Grande am nördlichen Ende der Bucht, direkt am Strand. Schöne Grüße auch:

http://www.hotelpochotegrande.net/index-de.html

Das hier ist keine bezahlte Werbung sondern pure Überzeugung nach ca. 20 Wochen seit 2001 dort im Hotel! Vielleich gibt ja Regina, die Cheffin einen aus!?

Costa-Rica-Jaco-Bay

In den Bergen oberhalb von Jacó

Jacó

Costa Rica 2007

Schlimm das Erlebnis in den Bergen hinter Jacó. Da führt eine breite Strasse im rechten Winkel zur Hauptstraße in die Berge, breit wie ein Rollfeld. Breit ist sie nur bis zur Umgehungstraße wo links ein neuer Super gebaut wird. Dann geht es in die Berge. Nur mit Vierradantrieb zu meistern, schmal, steil und glitschig. Nach einer halben Stunde Fahrt steil nach oben eröffnet sich ein grandioser Ausblick.

Ein Trecker planiert den Gipfel. Vorher hatte der Farmer, oder Fincanjero, dort seltsame Wurzeln angebaut. Er steigt vom Trecker, erkennt die Touristen, zückt eine Karte mit Telefonnummern, und meint, wir sollten den Gipfel, das Plateau, kaufen.

Der Golf von Nicoja ist zu sehen und vier von den 7 Provinzen des Landes, erklärt er stolz. Lächerliche 60.000 US $ sollten wir weit gereisten Touristen wohl in den Taschen unserer Shorts haben. Später steigt er noch mal von seinem Fahrzeug und fragt artig, ob er mit seinem Photo-Mobile - "Handy" heißt so eine Knipse nur in Deutschland - ein Foto von unseren riesigen Fotoausrüstungen und Linsen machen darf, hätte er noch nie gesehen. Als wir weiter fahren, ist noch eine traumhafte Fläche, frisch planiert, zu sehen. Nur: es gib hier oben auf der Höhe (ca. 800 bis 1000m) weder Wasser noch Strom. Wetten, dass er die beiden Gelände mit den extra abgeholzten Tropenbäumen an einen Ami verkauft?

Nachtrag: 2007 lag das Gelände noch brach. Aber der kleine Weg hier hoch wird von Bulldozern breiter gemacht. ¡Que lástima! (siehe nächste Seite). Jetzt bekommt der Bauer bestimmt 1.000.000 US $ für dieses Baugrundstück!

Von dem schönen Bauplatz weist hier der Blick nach Südwesten auf den Golf von Nicoja. Links in der Mitte des Bildes ist das Ufer der Halbinsel Nicoya zu erkennen.

Hier der Blick nach Westen. Rechts der Mitte oben im Bild, das kleine geräumte Stück Erde: der 2. Bauplatz. In der Trockenzeit ist der Weg von Jacó mit dem 4Wheel mit einiger Übung prima in 40 min zu erreichen. Sollte wieder ein Erdrutsch sein, kann man in der gleichen Zeit mit einigem Glück der Straße folgen und in Tárcoles sein. Wenn es regnet, reicht ein leichtes Kettenfahrzeug wirklich aus - was hier 2006 mit leichter Ironie noch stimmte. Aber jetzt wird ja eine Autobahn hier hoch gebaut...

Hier der Blick nach Norden. Wer hier mal wohnt kann schon am Donnerstag sehen, wer am Sonnabend zu Besuch kommt...

Hier der Blick nach Osten. Das Tal im Vordergrund gehört zum angebotenen Gelände dazu. Vor langer, langer Zeit wurden die so störenden wertvollen Bäume bis zum Horizont brutal abgeholzt. Der Bauer meinte, früher konnte man wegen der lauten Schreie der Brüllaffen hier oben gar nicht schlafen. Das Problem hat sich ja nun gelöst. Es stehen nur noch wertlose Gebüsche herum und die Hänge sind von Rinderhufen zertreten, so dass kaum noch Gras wächst.

Die Panoramaaufnahmen sind aus jeweils vier Bilder zusammengesetzt.

Romantisch das Bild im fahlen Licht der aufgehenden Sonne? Es zeigt aber die geschundene Landschaft, genau von dem oben erwähnten Bauplatz aus. Hier standen einst Bäume, der undurchdringliche Trockenwald der Küstenregion. Jetzt ist nicht mal mehr Krume für Gras da. Aber der Weg wird 2007 verbreitert und zur Straße ausgebaut.