Berlinfoto-Berlin-Staatsbibliothek

Pariser Platz, 4 von 12

Unter den Linden (2), 6 von 12

Die Südfassade der Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 8

04. April 2003, 8:14, Canon EOS 60 D, Canon Zoom Lens EF 20-55 mm (30 mm); 1:4-9,5, f11; 1/100 sek.

Berlinfoto-Berlin-Staatsbibliothek-Innenhof

Durchgang vom Unter den Linden zur Staatsbibliothek, 03. Dezember 2006, 17:09

Canon EOS 5 D - Canon Zoom Lens EF 24-105 mm (24 mm), 1:4-5,6 IS, UMS - f4; 1/2 sek., ISO 400

Staatsbibliothek, Innenhof (April 2003)

Der Große Kurfürst, Friedrich Willhelm von Brandenburg, gründete die Churfürstliche Bibliothek zu Cölln an der Spree.

Heute ist sie die größte Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum. Hier werden quer durch alle Wissensgebiete für den absoluten Spitzenbedarf alle relevanten Veröffentlichungen aller Länder in allen Sprachen gesammelt und zur Verfügung gestellt.

Es ist eine Einrichtung der Stiftung Preußischen Kulturbesitzes, die ja ihren Sitz in Berlin hat.

Der Große Kurfürst, Friedrich Willhelm von Brandenburg, gründete die "Churfürstliche Bibliothek zu Cölln an der Spree."

1661

Baugeschichte

1701

1918/19

1903/14

Nach Krönung Friedrich III. zum König von Brandenburg Umbenennung zur Königlichen Bibliothek zu Berlin.

Nach der Novemberrevolution und der Abschaffung der Monarchie heißt sie jetzt Preußische Staatsbibliothek.

Neubau von Ernst von Ihne am heutigen Standort. Sie galt damals als größte Bibliothek der Welt.

1941

3 Millionen Bände wurden an 30 Orte im Deutschen Reich ausgelagert, um sie vor dem Krieg zu schützen. Sie wurden in Bergwerkem, Schlösser, Kirchen usw. untergebracht. Die Bänden, die in Polen lagerten, sind immer noch dort. Die Polen behalten sie und bezeichen sie als "Berlinka."

1945

Auch die Russen bedienten sich 1945. Rund 800.000 Bände fehlen noch. Kurz nach dem Krieg erlaubten die nun alles bestimmenden "sozialistischen Brüder" im Feb. 1946, mit den Restbeständen den Betrieb der Bibliothek provisorisch wieder aufzunehmen.

Berlin-Staatsbibliothek

Schöner Durchblick

1780

Die Kommode ist fertiggestellt. 150.000 Bände sind der Anfangsbetand.

1946

1957

Die Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 8

Berlin-Staatsbibliothek
Berlinfoto-Berlin-Staatsbibliothek-Innenhof

Unter den Linden/ Ecke Friedrichstraße

Berlinfoto-Berlin-Friedrichstr-U-Bahnbau
Berlinfoto-Berlin-Friedrichstr-U-Bahnbau
Berlin-Friedrichstr-U-Bahnbau

Das ham wa dem Dicken zuverdanken! Der wollte sich mit der U-Bahnlinie 5 ein Denkmal setzten: Kanzlerbahn. In Sichtweite fährt übrigens die S-Bahn.

Richtig schön ist die Baustelle für die Anlieger und die Touristen. Sie dauert ja nur bis 2019, und, wie kann es in Berlin anders sein, sie ist gerade lächerliche 92 Mio. teurer geworden. Jetzt sind es 525 Mio.

Hier, Friedrichstr./Ecke Unter den Linden kreuzen sich 2 U-Bahnlinien und ein neuer Bahnhof entsteht.

Die Aufnahme ist vom November 2012.

Blick vom gleichen Standort im Dezember 2004 - auch nicht gerade prickelnd.

Hier eröffnete der Wiener Zuckerbäcker 1825 das legendäre Kaffee Kranzler. August Stühler stockte das Haus auf. Es wurde der echte Mittelpunkt Berlins.

Noch 1933 berichtete der Rundfunkpionier Alfred Braun vom Balkon an Sylvester über das Treiben in der Stadt.

Am 7. Mai 1944 war das Haus zerbombt. Die DDR stellte einen Plattenbau (Interhotel) hier hin. Nach der Wende, als es abgerissen wurde, kam die Zeitungsreklame wieder zum Vorschein. War es die Berliner Zeitung?

Unter den Linden 25 - Ecke Friedrichstraße

Im Nachkriegsberlin tauchten an Brandmauern der zerbombten Stadt überall diese alten Reklamen auf. Sie stammten aus den Jahren um 1900 und waren schier unverwüstlich. Der Zement zerbröckelte nicht, die Farbe verblasste nicht, es waren bestimmt Anilinfarben von BASF, die diese seit 1897 herstellten. Agfa, die die meisten wohl als Filmhersteller kennen, machte das schon in größerem Maßstab seit 1873. (Agfa: Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrication). Aufnahme vom Mai 2007.

Am Standort der "Kommode" am heutigen Bebelplatz

Am heutigen Standort Unter den Linden 8

Berlinfoto-Berlin-Staatsbibliothek-Innenhof
Berlinfoto-Bhf-Friedrichstr

So ganz gewöhnliche Straßenszenen nimmt man viel zu wenig auf. Die hier von 2007 kann man nicht nochmal machen. Hinter dem nicht gerade schönen Bahnhof stehen nach jeder Menge Bauskandale noch hässlichere Hochhäuser.

Berlinfoto-Berlin-Friedrichstr

Versprochen hatten die armen Investoren, die Fassaden der Hochhäuser hell zu halten - und nicht so hoch zu bauen.

Aber der Senat von Berlin in seiner gesamten Bescheuertheit hat denen das Gelände verkauft, nur, es gehörte Berlin gar nicht komplett, sondern zum Teil der Bahn.

Darauf durften die höher bauen. Musste der Senat nicht noch Strafe für die Verschattung zahlen? Die Nerven, solchen Idioten nachzuforschen, kann ja keiner haben!

Die in den westlichen Landesteilen ausgelagerten Bestände forderte der Iwan zurück. Natürlich ohne seine Bestände einzubringen.

Die Westalliierten weigerten sich aber und die Bücher wurden in der Universitätsbibliothek Marburg gesammelt.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird gegründet. Sie soll alte Bestände nach Berlin zurückführen. Aber Bund und Länder bekommen sich in die Haare.

4 Jahre später, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, feierten beide Teile Berlins das 300-jährige Bestehen. Ostberlin zieht richtig vom Leder: Marburger Büchergrab, Faschisten, Revanchisten, Kapitalisten - ihren täglichen Sprachgebrauch eben.

1961

1964

1992

1964 gewann Hans Scharun die Ausschreibung für den Neubau am Kulturform. Berlin wäre nicht Berlin, wenn der Bau bald fertig gewesen wäre: Es hat ganze 11 Jahre gedauert! Die Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz wurde erst 1978 eröffnet.

Seit dem 1. Januar 1992 gibt es nun unter dem Namen Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz eine Bibliothek in zwei Häusern.

Hotel Adlon, Unter den Linden 77

Berlinfoto-Brandenburger-Tor
Berlinfoto-Hotel-Adlon-Eisbar
Berlinfoto-Hotel-Adlon-Eisbar
Berlinfoto-Hotel-Adlon-Eingang

Russische Botschaft, Unter den Linden 63 - 65

Berlinfoto-Russische-Botschaft

Irgendwie abweisend...

Berlinfoto-Russische-Botschaft

Die russische Botschaft gab es an dieser Stelle schon 1837 und war, bis auf die Jahre 1914-18, durchgehend die diplomatische Vertretung Russlands.

Mit dem Einmarch der deutschen Wehrmacht 1941 in die Sowjetunion endeten die diplomatischen Beziehungen und das Reichsminsterium für die besetzten Ostgebiete zog ein.

Bei Luftangriffen der Alliierten im Februar 1944 wurden alle Gebäude in der Nähe und die Botschaft zerstört. Unter den Trümmern lagen in einem Tressor noch Akten des Ministerums.

Noch heute wird gerätselt, wie es ein Jahr später den Amerikanern in im sowjetischen Sektor gelang, die Akten zu bergen.

Mit Aufnahme der (brüderlichen?) Beziehungen zur SBZ (Sowjetische Besatzungszone) nach Kriegsende wurde der Komplex von 1947-1951 im stalinistischen Sozialistisch-Klassizistischem Stil errichtet - als Stalin noch mit Massenmorden beschäftigt war. Null Bock auf Ostblock!

Berlinfoto-Russische-Botschaft

Irgendwie protzig...

Irgendwie trotzig...

Mitte, Teil1: Von der Siegssäule zum Fernsehturm, Seite 5 von 12

Berlinfoto-Hotel-Adlon

Das berühmte Hotel vom Pariser Platz aus gesehen. Die Anschrift: Unter den Linden 77

Die Eisbar vor dem Hotel Adlon, Dezember 2002

Der Euro war gerade eingeführt und die Leute stöhnten über die Preise: 6 DM für einen Glühwein?

Aber er hat geschmeckt und 13 Jahre später ist man froh, für diese Preis überhaupt noch was Gutes zu bekommen.

Einige Tage vorher, am 20. November 2002, hat Michael Jackson der wartenden Menge auf der Strasse aus einem Fenster im 5. Stock sein Baby entgegengehalten.

Es wäre ihm beinahe entglitten - eine Werbung, auf die das seriöse Hotel wohl gerne verzichtet hätte.

Staatsoberhäupter sind da anders. Bei Preisen einer Suite knapp unter einer fünfstelligen Summe pro Nacht - oder drüber - nimmt man natürlich ganz was anderes zu sich als den Glühwein auf der Strasse.

Der Weinkeller des Adlons war war schon vor dem Krieg legendär. Bessere Weine in Berlin gab es nicht. Gekrönte Häupter und Staatsbesuche waren schließlich so etwas gewohnt.

Die Suiten zur Straße hin sind schusssicher für Kriegswaffen gestaltet.

Das Hotel Adlon war immer eines der ersten Häuser in Berlin....

Schon am Eingang wird entschieden, ob ein Gast sich wohlfühlt. Ein ganz sensibler Bereich für ein Luxushotel. Werden Stammgäste hier schon mit dem Namen angesprochen, fühlen sie sich wohl und kommen garantiert wieder.