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Berlinfoto: Schloss Charlottenburg

Berlinfoto-Schloss-Charlottenburg

Boteros Animals

Olympiastadion

28. August 2007, 8:13 Uhr; Canon EOS 5 D; Canon Zoom Lens EF 24-105mm; 1:4 L; IS, UMS (24 mm), f11,0; 1/250 sek, 100 ISO

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19. Oktober 2008, 20:13 Uhr; Canon EOS 5 D; Canon Zoom Lens EF 24-105mm; 1:4 L; IS, UMS (50 mm), f4,0; 1/2 sek, 100 ISO

Der Berliner ist ja an sich ein sehr kunstliebender Mensch, aufgeschlossen vor allem für Dinge, die kostenlos sind.

Pragmatisch ist er auch. Nie würde er den schönen barocken Garten beim offiziellen Namen nennen. "Det heißt Schlosspark, basta," wird jeder Fremde belehrt, ob der es nun will oder nicht.

Ob die Wurzeln des Parks nun bis 1699 zurückreichen, ob Peter Joseph Lenné, Langhans und Schinkel hier gewirkt, Friedrich der Große (Der Alte Fritz) und so mancher preußische König hier gewohnt haben - was soll´s: Die Anwohner betrachten den Park als ihr Naherholungsgebiet. Und das wollen sie natürlich kostenlos nutzen.

Ganze Generationen wurden hier im Kinderwagen durchgeschoben, Marathon- und Triathlonläufer haben hier für ihre weltmeisterlichen Kämpfe die Topform erreicht, Radler übten neue Kurventechniken. Geht ja alles noch, zumal wenig Türken hier wohnen und man sie so erstaunlicherweise vom Grillen wie im Tiergarten abhalten konnte.

2004 sollte nun ein Eintritt erhoben werden. Was macht der Berliner? Er gründet eine Bürgerinitiative "Rettet den Schlosspark".

Wie die Studenten in historischen Kostümen in Sanssouci ein freiwilliges Eintrittsgeld von 2 Euro kassieren, hätte es hier auch sein sollen. Prima.

Nie wäre es wie dort leichter, die Touris von den Einheimischen zu unterscheiden. Dort latscht der Berliner, intensivst und weltvergessend den Himmel betrachtend, im Halbkreis um die Kassierer herum - is wat?

Der Anwohner ergeht sich also weiter auf den gepflegten Wegen. Nun liebt bekanntlich der Berliner nicht nur die hehre Kunst, sondern noch viel mehr Tiere.

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Der Berliner und sein Schlossgarten Charlottenburg - eine Satire

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19. Oktober 2008, 20:13 Uhr

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Vor allem Hunde. Die "ergehen" sich hier auch. Je kleiner die Wohnungen, desto größer müssen diese Stadtneurotiker und ihre Haufen sein. Da Waffen aus Metall in Berlin verboten sind, haben manche hier auch schon mal vier Beine.

Verblüffend vielleicht, aber der Berliner - zumindest der Anwohner des Schlossparkes - muss mit einem Holzwurm verwandt sein. Joachim Ringelnatz hat es vor langer Zeit (1912) schon erkannt:

Die Schnupftabakdose

Es war eine Schnupftabakdose,
Die hatte Friedrich der Große
Sich selbst geschnitzelt aus Nussbaumholz.
Und darauf war sie natürlich stolz.

Da kam ein Holzwurm gekrochen.
Der hatte Nussbaum gerochen.
Die Dose erzählte ihm lang und breit
Von Friedrich dem Großen und seiner Zeit.

Sie nannte den Alten Fritz generös.
Da aber wurde der Holzwurm nervös
Und sagte, indem er zu bohren begann:
"Was geht mich Friedrich der Große an!"

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Die eigentlichen Parkbewohner

12. November 2008, 09:34 Uhr; Canon EOS 5 D; Canon Zoom Lens EF 400 mm, DO, IS; 1:4 L; IS, UMS; f4,0; 1/260sek, 100 ISO

12. November 2008, 09:56 Uhr; Canon EOS 5 D; Canon Zoom Lens EF 400 mm, DO, IS; 1:4 L; IS, UMS; f4,0; 1/15 sek, 100 ISO

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Reiterstandbild der Großen Kurfürsten im Ehrenhof des Schlosses Charlottenburg

Großen Kurfürst

Andreas Schlüter

Standorte

Friedrich Wilhelm (1620-1688), Kurfürst von Brandenburg, ab 1675 der Große Kurfürst genannt.

Der Große Kurfürst schaffte durch seine umsichtige und reformfreudige Regierungspolitik die Voraussetzung zum Aufstieg von Brandenburg-Preußen zur Großmacht Preußen.

Der Große Kurfürst hatte 1675 die Schlacht bei Fehrbellin gewonnen und wurde von Friedrich Wilhelms Sohn Friedrich III. mit dem Reiterstandbild geehrt.

Es zeigt ihn in einem (Phantasie-) Gewand eines römischen Feldherren.

Andreas Schlüter (1659-1740) hat es 1696/97 erschaffen.

Es ist aus einem Stück in Bronze im Gießhaus am Kupfergraben von Jakobi 1700 gegossen worden und gilt als schönstes barockes Reiterstandbild im deutschsprachigen Raum.

Die 4 Sklaven in Ketten kamen 1708/09 hinzu.

Ebenfalls 1708 wurden am Originalsockel die Reliefs hinzugefügt. Die Sockel der Reiterstandbilder sind oft erneuert worden. Der hier zu sehende im Jahre 1952.

Das Original steht seit 1952 hier.

Es wurde 1703 in unmittelbarer Nähe des Berliner Schlosses an der Rathausbrücke (früher Kurfürstenbrücke) aufgestellt.

Das Reiterstandbild des Großen Kurfürsten im Bode-Museum ist ein dünnwandiges Abbild des Originals am Charlottenburger Schloss, eine galvanoplastische Kopie.