Berlinfoto: Schloss Bellevue

Nicolaiviertel, 6 von 6

Hauptbahnhof, 2 von 25

Schloss Bellevue (Mai 2009)

Berlin-Schloss-Bellevue
Berlin-Schloss-Bellevue

Wer alles schon durch diese Tür ging - nur Hape Kerkeling hat man nicht reingelassen. Gerade ist die Queen da.

Berlinfoto: Kongresshalle, jetzt Haus der Kulturen der Welt
Berlin-Kongresshalle
Berlin-Kongresshalle
Berlin-Kongresshalle
Berlinfoto: Molktebrücke
Berlin-Molkrtebruecke
Berlin-Molkrtebruecke
Berlin-Molkrtebruecke
Berlin-Molkrtebruecke
Berlin-Molkrtebruecke

Wohnen wollte in dem Schuppen nie einer. Bis heute nicht.

Es wurde 1786 fertiggestellt und oft umgebaut. Ferdinand von Preußen, der Bruder Friedrich II. (später liebevoll Alter Fritz genannt) hat es sich erbaut.

1938 diente es als Gästehaus der Nazis, 1941 wurde es durch Brandbomben zerstört.

Ab 1959 diente es als Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Was jedes Mal den Osten zur Weißglut brachte, wenn der Präsident wirklich mal da war.

Dann wurden die Interzonen-Autobahnen willkürlich für Stunden, angeblich wegen Manöver, gesperrt. Die Grenzabfertigungen wurden in unerträgliche Länge gezogen, Züge wurden angehalten.

Und über der Stadt produzierten die schon verdammt lauten MIG´s einen Überschallknall nach dem anderen. Und was hat es den Idioten genutzt?

Jedenfalls waren die Renovierungen in den 50er Jahren eher ein Notbehelf. Die Zeitungen spotteten damals, es wäre eine Mischung aus "Schauspieler-Seniorenresidenz mit dem Charme einer Eisdiele" entstanden. Das Schloss war schlicht unbewohnbar.

Die Bonner Politprominenz blieb eh lieber in der miefigen Stadt am Rhein. Adenauer hätte Westberlin ja am liebsten aufgegeben - bin ja nicht nachtragend, aber das war übrigens das Ende meiner Sympathie für die CDU.

Berlinfoto: Alsenblöcke
Berlin-Alsenbloecke

War das ein Schreck, als am 21. Mai 1980 vom Büro im 7. Stock aus plötzlich über dem Tiergarten eine Staubwolke zu sehen war! Bombe, Sprengstoffanschlag - sowjetische Düsenjäger tobten schon den ganzen Tag mit Überschallknallerei über Westberlin - was war geschehen?

Die Kongresshalle, liebevoll Schwangere Auster genannt, hatte die südliche Krempe verloren. Sie war an Baumängeln eingestürzt. Der erste Spannbetonbau in der Stadt war in großer Eile errichtet worden. Sie sollte zur Interbau im Hansaviertel pünktlich zum 28. April 1958 fertig werden. Es war ein Beitrag der Amerikaner zur Bauausstellung und ein Geschenk an Berlin.

Als Kongresshalle längst zu klein geworden, fungiert sie seit 1987 - etwas ungelenk für die Berliner Zunge - als "Haus der Kulturen der Welt".

Unvergessen sind Konzerte in alten Zeiten auf den Freitreppen im Sommer. Ohne jede Kontrolle einfach auf den Wiesen herumzuliegen und den Wolken hinterher schauen - gibt es das noch?

Der vergessene Nationalfeiertag

Man stelle sich ein kleines Land vor. Viele Botschaften sind vertreten. Gibt es einen Nuntius (Vatikan), ist er der Doyen des diplomatischen Corps. Wenn nicht ist es der älteste Botschafter im Land. Hier war es der Deutsche.

Die Amis luden zum 4. Juli ein, bei den Franzosen gab es Rotwein und Käse am 14. Juli. Aber wann sollten die Deutschen das erwartete Sauerkraut und German Beer spendieren? Deutschland hat ja erst seit der Wende den 3. Oktober als Nationalfeiertag.

Also nahm man den 23.Mai als "Sauerkrauttag", dessen Bedeutung kaum ein Deutscher kannte: Es ist der Tag des Grundgesetzes (1949). Was doch eine Teilung eines Landes so alles mit sich bringt...

Die Wahl des Bundespräsidenten

Aber alle 5 Jahre zur Wahl des Bundespräsidenten rief man die Bundesvollversammlung in die geteilte Stadt ein. Das Säbelrasseln des Ostens begann.

Am Wahltag konnte man folgendes erleben. Mit dem Wagen auf der Rückfahrt von Prag wurde man plötzlich auf dem südlichen Berliner Ring auf einen Parkplatz gewunken. Es war kein Verkehr auf der holprigen Autobahn. Ein Offizier und 5 Muschpoken kontrollierten die Papiere. Sie hatten den Auftrag, alle Westfahrzeuge rauszuholen. Es war kalt.

Nach 2 oder 3 Stunden Wartezeit auf dem freien Feld kam man doch ins Gespräch. Sie nahmen die Zigaretten, der Kerl da tat ihnen leid. Es stellte sich nach und nach heraus, dass sie nicht wussten, warum das eine Auto da festgehalten werden sollte, ja noch nicht mal, wo sie sich befanden.

Einmal kam der Offizier heran, schaute sich um, ob er von den anderen auch nicht gehört werden konnte, und frug ernsthaft, ob der Reisende nicht einen anderen Weg nach Westberlin nehmen könnte! Die Hochhäuser von Lichterfelde in Westberlin (oder West-Berlin? Über eine der Schreibweisen ärgerte sich garantiert immer eine Seite. Welche war das nur?) waren am Horizont zu sehen. Die armen Kerle hatten keine Ahnung. Wir verabschiedeten uns dann per Handschlag, als nach fast 4 Stunden der Funkspruch kam. War ja keiner da auf dem freien Felde.

Die Reise nach Prag ist längst vergessen. Der Tag aber nicht. Er lässt sich nachschlagen. Es war der 5. März 1969. Die 5. Bundesversammlung wählte Dr. rer. pol. Dr. jur. Gustav W. Heinemann zum Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Und das in der "politisch selbstständigen Einheit Westberlin" (oder West-Berlin?, amtlich bei uns Berlin (West) - man, war das kompliziert!), wie die immer sagten.

Es war übrigens das einzige Mal in den 40 Jahren DDR dort auf dem kalten Parkplatz, dass man sich mal mit Vopos wenigstens etwas unterhalten konnte.

Seltene Perspektive: Mit 800 mm-Teleobjektiv vom Hochhaus am Potsdamer Platz aus aufgenommen.

Berlin-Schloss-Bellevue

"Haus der Kulturen der Welt". Kein Wunder, dass es bei dem Namen etwas in Vergessenheit geraten ist.

Blaue Stunde

Berlin-Molkrtebruecke
Berlin-Molkrtebruecke
Berlin-Schloss-Bellevue

Skulptur Large Butterfly von Henry Moore

Dabei war es doch so schön gedacht: Hier sollten die Bundesbediensteten aus Bonn einziehen, Leute, die bis dato in kleinen Häusern wohnten. Hinten, auf der Nordseite, fährt die S-Bahn fast durch die Küche, vorne hat man wohl die Balkone vergessen. Ist das nicht sinnvoll geplant?

Berlin-Schloss-Bellevue

Kongresshalle 1958

Die Molktebrücke ist eine der schönsten in Berlin. Die reichen Verzierungen, die Figuren und Kandelaber auf der Brücke und der rote Mainsandstein sehen gegenüber den stählernen Zweckbauten einfach schön aus.

Fünf massive Gewölbebögen überspannen seit 1891 nach 5 Jahren Bauzeit hier die Spree. Zwei Vorgänger-Bauwerke hatten nicht lange gehalten.

Im 2. Weltkrieg griff über diese Brücke im Endkampf die Rote Armee den Reichstag an. Schwere Kämpfe fanden hier statt. Der südliche Bogen wurde gesprengt, aber 1947 war sie wieder notdürftig repariert. Zwischen 1983 und 1986 wurde sie dann grundsaniert.

Die Molktebrücke wurde nach dem Chef des Preußischen Generalstabes, Helmut von Molkte (1800-1891) benannt.

Im Hintergrund der Hauptbahnhof (2006)

Man stelle sich heute so einen aufwendigen Brückenschmuck etwa an einer Spannbetonbrücke vor. Gäbe es überhaupt noch Künstler/Steinmetze/Gießer die so etwas herstellen könnten? Von der Frage der Bezahlung und des Geschmacks ganz zu schweigen...

Mitte, Teil 3: Nördlich Straße des 17. Juni/ Unter den Linden,

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Alles Mitte, oder was?

Wie klein das doch einst so berühmte Bauwerk heute wirkt...

... aber ein bisschen was für´s Auge könnte man uns auch heute bieten!

Berlin-Schloss-Bellevue

Schloss Bellevue (Juli 2015)

Berlin-Molkrtebruecke