Rund um den Bahnhof Zoologischer Garten

Bären am Kudamm

Tempodrom

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Berlinfoto

Aschingerhaus

Zoofenster

Zoofenster

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Bahnhof Zoologischer Garten

Hauteingang Zoologischer Garten

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Baustelle für das Zoofenster im September 2009

Beinahe fertig (Mai 2011)

Wer hatte schon Geld in den 50er Jahren. Eher Hunger. Da konnte ein Sonnabend in Berlin so aussehen:

Man fuhr für 20 Pfennige mit der S-Bahn zum Zoo. Hier und auf den Ku´damm war immer was los.

Erstemal ging es zu Aschinger. Da gab es für 30 Pfennige ein Kaviabrot, ganz dick belegt. Gut, der kam zwar aus Deutschland, schmeckte aber trotzdem.

Dann natürlich die obligatorische Erbsensuppe für 50 Pfennige. Wenn man sich einen Klacks Senf ran machte, konnte man sich das Würstchen denken.

Der Clou war aber der große Korb mit kleinen runden Brötchen. Da konnte man sich so viele von nehmen wie man wollte. Irgendwann wurden sie "aus hygienischen Gründen" dann nur noch einzeln ausgegeben.

Dann ging man ins Kino - wenn man Karten bekam. Oder eben für 50 Pfennige ins AKI.

Ein Lehrling bekam damals im 1. Jahr glatte 30 DM!

Ehemaliges Aschingerhaus, Juli 2015. Beide Aufnahmen vom gleichen Standort aus.

Hardenbergplatz

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Bahnhof Zoologischer Garten

Aschingerhaus

Auf diesem Grundstück Joachimsthaler/Ecke Kantstraße war Teppich-Kibek zuhause. Die Brau und Brunnen AG, Dortmund, kaufte Mitte der 90er Jahre das Grundstück. Da hatte der alteingesessene Laden noch einen Mietvertrag bis 2000.

Die Brau und Brunnen AG riss rund um das Geschäft schon alles ab, wurde den Mieter aber nicht los.

Da fuhr im August 1995 "ganz ausversehen" ein Bagger gegen einen tragenden Pfeiler, so dass Einsturzgefahr bestand und der Teppichhändler aufgeben musste.

Die absolute Schweinerei: Die Baugrube stand als hässliche Wunde bis 2009 ungenutzt mitten im zentralen Bereich von Berlins Westen herum.

Gerade rüber stand das schmuddlige Aschingerhaus (dessen Architekt den Senat stürzen ließ) und der heruntergekommene Bahnhof Zoologischer Garten - eine schöne Gegend war das! Bester West-Berliner Filz eben.

Berlin-Zoofenster-Bau

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Panorama vom Hardenbergplatz asu nach Südwesten, Juli 2015

Der offizielle Name des Bahnhofs - Berlin - Zoologischer Garten - kommt einem Berliner nie und nimmer "nich" über die Lippen; ist viel zu lang. Sollte ein Fremder nach dem Bahnhof mit dem langen Namen fragen, kann ihm durchaus passieren, dass er von einem Berliner (falls er einen trifft) zur Antwort bekommt: "Kenn ick nich!".

Wat? Du meenst Zoo? Sach dit doch gleich! Drück da nur nich so geschwollen aus! (Juli 2015)

Ach ja, Architekten, Bauherren. Könnt ihr das noch? Vielleicht solltet ihr mal einen Blick in die Treppenhäuser schräg gegenüber in der Joachimsthaler Straße werfen.

Mag ja aus der Zeit gefallen sein, aber bekommt ihr mal "was fürs Auge" noch hin? Eine schöne Säule vielleicht? Etwas, was nicht aus Beton, Stahl oder Glas und viereckig ist?

Architekten, vom Scheitel bis zum ....., ich veracht euch ganz!

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Zoofenster. Geht es noch hässlicher?

(Okt. 2011)

Das Zoofenster sieht aus, als hätten die Architekten in der Ausbildung nur Legosteine zur Verfügung gehabt. Noch hässlicher und kantiger kann man kaum bauen. Das sich die Stadt das gefallen lässt, ist ein Skandal. Und in den Kasten zieht eines der renommiertesten Hotels, das Waldorf Astoria, ein? Leiden die auch schon an Geschmacksverirrungen?

Entworfen hat den Kasten Professor Christoph Mäckler wohl nur unter Kosten-/Nutzenaspekten und unter Auslassen jeder ästethischen Gesichtspunkten. Waldorf Astoria nutzt die ersten 15 Stockwerke und die Etagen von 22 bis 31. 232 Zimmer und Suiten wird es geben. Das Haus ist 118 m hoch.

So schön wie beispielsweise am Shellhaus kann wohl keiner mehr bauen.

Aschingerhaus, 2009

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Berlin-Zoofenster-Bau
Berlin-Zoofenster-Bau

Baugrube für das Zoofenster im September 2009.

Wo jetzt der Bauzaun ist, genau in der Mitte und gegenüber vom Kino Zoopalast, gab es ein seltsames Kino: Das AKI.

Ein Aktualitätenkino. Hier in der Hardenbergstraße 27a existierte es von 1963 bis 1980. Es gab sie überall in der Stadt seit Anfang der 50er Jahre. Bekam man für die ewig aufgebuchten Uraufführungstheater keine Karten mehr, ging man halt ins AKI.

Zu Anfang, als es noch kein Fernsehen gab, sah man hier das sich wöchentlich ändernde Programm in eine 1-Stunden-Schleife. Wichtig war die "Fox tönende Wochenschau" (Kopfstehende Knochensau, sagte der Berliner). Dann gab es ein Kurzfilm, z. B. "Zündholzproduktion in Schweden".

Aber keiner ging, denn der Höhepunkt kam erst noch, ein Zeichentrickfilm. "Tom & Jery", usw. wollte keiner verpassen.

Wenn es nicht zu voll war, konnte man stundenlang sitzen bleiben und weiter knutschen.

... parallel zur Joachimsthaler Straße ist das sog. Aschingerhaus (s. dort).

1943 wurde hier alles durch Bomben zerstört und 1950 wieder provisorisch aufgebaut.

1969 verkauften die Aschingererben das Grundstück. Bis 1973 baute dann der "Skandalarchitekt" Dietrich Graski diesen hässlichen Betonklotz.

Links zog das Bekleidungshaus Leineweber ein, später kam dann Beate Use mit einem Erotikmuseum hier her.

Berlin-Zoofenster-Bau
Berlin-Zoofenster-Bau
Berlin-Zoofenster-Bau

In West-Berlin ging im Bauwesen nichts ohne Skandale ab.

AKI

Der Bau im Hintergrund...

Hübsch baut man in Berlin, hübsch hässlich!

Berlin-Zoofenster-Bau
Berlin-Zoofenster-Bau
Berlin-Aschingerhaus

Erbsensuppe für 50 Pfennige

Noch ein Skandalbau

Berlin-Aschingerhaus
Berlin-Zoofenster-Bau
Berlin-Aschingerhaus
Berlin-Aschingerhaus
Berlin-Bahnhof-Zoologischer-Garten
Berlin-Bahnhof-Zoologischer-Garten
Berlin-Bahnhof-Zoologischer-Garten
Berlin-Bahnhof-Zoologischer-Garten
Berlin-Zoofenster-Bau
Berlin-Bahnhof-Zoologischer-Garten
Berlin-Bahnhof-Zoologischer-Garten
Berlin-Bahnhof-Zoologischer-Garten
Berlin-Aschingerhaus
Berlin-Bahnhof-Zoologischer-Garten
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