11-Afghanistan-Khyber-Indien

Afghanistan: Von Kabul aus in Richtung Osten - unzählige Fahrten durch die Tangi Garu, zum Baden im Winter im Kabulriver, weiter über den Khyber nach Peshawar-

Afghanistan

Es war eines der schönsten Länder der Welt!


Fortsetzung 2 - Von Kabul aus in Richtung Osten



Von Dschalalabad (Höhe: 580 m) zum Khyberpass


Die Gegend um Dschalalabad - "Dschalal - a - bad" heißt soviel wie "zu Ehren Allahs erbaut" - ist eine der tieftliegendsten Gegenden Afghanistans. Wenn es nicht auch so geringe Luftfeuchte hätte, wäre es schon subtropisch zu nennen. Zu Weihnachten reifen hier Apfelsinen und Zitronen. Wo es Wasser gibt wird Reis angebaut.

Damals und heute haben Stammesfürsten hier das Sagen und je weiter man zur Grenze nach Pakistan kommt, je weniger hat eine Staatsmacht hier irgendwelche Gesetze durchsetzen können, selbst mit Gewalt nicht. Die Russen nicht und nicht die Amerikaner, erst recht nicht die jeweiligen Regierungen von Afghanistan und Pakistan auf ihren Hoheitsgebieten.

Trouble Area eben, Blutrache und Stammesfürsten unterworfen. Auf dem Khyberpass konnte man jede denkbare Waffe kaufen und der Schmuggel war so groß, dass damit Kriege geführt werden konnten. Auf der Fahrt zum Pass konnte es passieren, dass turbantragende, wildgekleidete Paschtunen die Straße sperrten und den Ausweis verlangten und einen verwischten Gummistempel reindrückten, egal ob Diplomaten-, Dienst- oder Reisepass jeder Nation. Einmal waren sie für ein Freies Nuristan (oder Nooristan - Land des Lichts), einem Gebirgszug nördlich von Dschalalabad.

In der Gegend des Khyberpasses wird Osama Bin Laden vermutet, ohne dass er sich hier allzu groß verstecken muss - solange er Geld hat, kommt keine Weltmacht an ihn heran. Auf seine krusen Weltzerstörungsideen gibt hier garantiert keiner etwas. Hier zählt nur eines: Geld.

Afghanistan Tangi Garu

Das waren noch Zeiten! Rechts Karawanen, links Autos. 1970 am Khyberpass. 1979 waren es dann Einbahnstraßen - nur für Autos.

Afghanistan Tangi Garu

Bis Mitte der 70ger Jahre war der untere Weg wirklich noch Karawanen vorbehalten.

Afghanistan Tangi Garu
Afghanistan Tangi Garu
Afghanistan Tangi Garu
Afghanistan Tangi Garu
Afghanistan Tangi Garu
Afghanistan Tangi Garu
Afghanistan Khyberpass
Pakistan-Peshawar

Peshawar, die Stadt die den aus Kabul kommenden den Atem nimmt.

Für die "Bergbewohner" ist die Hitze im Sommer zwar nicht ungewöhnlich, aber mit der extremen Luftfeuchte fast nicht auszuhalten. Kabul hat 5% und hier sind 80% normal.

Hier gab es 2 Hotels und man konnte ein Steak essen, das nicht vom Kamel stammte, es gab eiskaltes Seven Up, Bier und Benzin mit mehr als 68 Oktan - das Kerosin in Kanistern mit 106 Oktan zerriss fast den Motor.

Die Engländer haben deutlich ihre Spuren hinterlassen. Polizisten in Khakishorts, Möbeltischlereien, die Kapitänsmöbel aus Rosenpalisander mit Messingintarsien herstellten und vieles mehr.

Jetzt ist dieser Charme verschwunden. Millionen Flüchtlinge aus Afghanistan und der Krieg dort haben die Unterschiede verwischt.

Pakistan-Indus

Der Indus zwischen Peshawar und Rawalpindi. Bis hierher kam Alexander der Große. Hier fließt der Kabulriver in den mächtigen Strom, der nach 2000km bei Karachi in der Arabischen See mündet.

Rechts im Bild führt eine Eisenbrücke über den Fluß. Wer die fotografiert hatte, kam in den Knast und der Film wurde abgenommen - sehen sie eine Brücke?

Afghanistan Tangi Garu
Afghanistan Tangi Garu

Weiter geht es nach Lahore. Das Red Fort trägt seinen Namen zu recht wie man sieht und nach kaum 1500 km im Linksverkehr erreicht man von Kabul aus New Delhi. Nach Agra zum Tadj Mahal ist es nur noch ein Katzensprung. Aber das ist eine andere Geschichte.

Afghanistan Tangi Garu

Die Liebestempel von Katschurau am Ganges sollte man dann doch lieber auf dem Flug nach Nepal besuchen, aber nur, wenn da gerade kein König ermordet wird oder sonst eine Revolution ausgefochten wird.

Die weltberühmten erotischen Darstellungen sind an den Tempeln in großer Höhe angebracht und selbst nur von geringer Höhe.

In dem unerträglichen Klima in der Gangesebene am Fuße des Himalajas gibt es in der Monsunzeit die schwersten Gewitter.

In der indischen Mythologie ist die Göttin der Blitze eine Jungfrau. Diese sollte sich vor Schamesröte von den Tempelbauten abwenden und wo anders einschlagen.

Die deftigen Darstellungen sind also nichts anderes als Blitzableiter! So herrlich kann das Leben sein.

Afghanistan Tangi Garu
Afghanistan Tangi Garu

Königskobras

Von Kabul nach Osten Fortsetzung 1

Nach Westen